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Mit Grütze gegen die Wegelagerer

Sie sind besonders perfide: Kryptoviren verschlüsseln die Daten auf dem Computer. Wer dann die eigenen Texte, Fotos und Videos zurückhaben will, muss bezahlen – oder den Rechner neu aufsetzen und ein Back-up aufspielen.

Der Schreck sitzt tief: Kryptoviren verschlüsseln die Dateien. Wer kein Back-up hat, muss diese abschreiben – oder Lösegeld bezahlen.
Der Schreck sitzt tief: Kryptoviren verschlüsseln die Dateien. Wer kein Back-up hat, muss diese abschreiben – oder Lösegeld bezahlen.
Fotolia

Plötzlich ist alles weg. In den Verzeichnissen auf dem Computer, in denen bislang die eigenen Texte, Fotos und Videos lagen, sind nur noch Dateien mit kryptischen Namen zu finden. Kein Wunder, macht sich angesichts dieses Datensalats beim Nutzer rasch Verzweiflung breit.

Die Diagnose ist einfach: Der Computer wurde von einem Virus befallen. Dieser verschlüsselt die persönlichen Dateien, sodass der Nutzer sie nicht mehr öffnen kann. In vielen Fällen können die Daten selbst mit Spezialprogrammen nicht einfach entschlüsselt werden. Bald darauf blendet das Virus eine «Lösung» ein: Die Daten würden wieder lesbar gemacht, wird darin versprochen, sobald ein Lösegeld eingetroffen sei. Die meisten Erpresser fordern eine Bezahlung im Umfang von einigen Hundert Franken in Bitcoins. Zahlungen in dieser Internetwährung lassen sich – analog zum Bargeld – kaum nachverfolgen. «Jigsaw», eine neue Spielart solcher Erpressungssoftware, baut noch mehr Druck auf, indem er stündlich sowie bei Neustarts des Computers Dateien löscht.

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