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Saftige Rechnung nach Download

Wer im Web Klingeltöne herunterlädt oder Lebensprognosen ausfüllt, kann in die Kostenfalle tappen. Der Bund gibt in einer Broschüre Tipps, wie man Abzockerangebote erkennt - und sich verhält, wenn Rechnungen ins Haus flattern.

Beispiel einer dubiosen Website: Geburtstags-Archiv.de steht auf der Warnliste der deutschen Verbraucherzentrale. Wer eine Karte auswählt, wird erst ganz unten auf der Seite auf den Preis aufmerksam gemacht.
Beispiel einer dubiosen Website: Geburtstags-Archiv.de steht auf der Warnliste der deutschen Verbraucherzentrale. Wer eine Karte auswählt, wird erst ganz unten auf der Seite auf den Preis aufmerksam gemacht.

«Ist das Malheur bereits geschehen, wehren Sie sich!» Dazu rät der Bund in einer neuen Broschüre mit Tipps gegen Internetfallen.

Die Broschüre herausgegeben hat das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Per Mausklick oder mit der Eingabe einer Mobilnummer könne ein teurer Abonnementsvertrag abgeschlossen werden, warnt das Seco. Die Rechnung folge postwendend, und die Internetschwindler übten enormen Druck aus, um das Geld einzutreiben.

Vorsicht bei Klingeltönen und Spielen

Ganz besondere Vorsicht geboten sei bei Gewinnspielen, Klingeltönen, Logos und Spielen für Mobiltelefone, schreibt das Seco. Aber auch Angebote für Tests, SMS-Gratisversand, Flirten und Chatten, Lebensprognosen, Gedichte, Alkoholprobleme, Hausaufgabenhilfe oder Sternzeichen könnten in eine Falle locken.

Ob es sich um eine Falle handelt, ist laut Seco zuweilen einfach zu erkennen: Im Gegensatz zu den seriösen Gratisangeboten müsse sich der Nutzer bei Fallen immer mit Name, Adresse und E-Mail-Adresse oder mit seiner Mobilnummer anmelden.

Brief schreiben statt Rechnung bezahlen

Das Seco rät zur Lektüre des Kleingedruckten. Dort sind die Vertragsbedingungen versteckt. Wer in die Falle getappt ist, soll sich wehren. Er soll die Rechnung nicht bezahlen, sondern dem Anbieter sofort einen eingeschriebenen Brief schreiben.

«Fechten Sie darin den Vertrag wegen Irrtums und absichtlicher Täuschung an, mit der Begründung, dass Sie durch die Website getäuscht worden sind», schreibt das SECO. Ein solcher Brief genüge und führe zur Unverbindlichkeit des Vertrags.

Die Broschüre ist kostenlos und kann beim SECO bestellt werden unter fair-business@seco.admin.ch. Sie ist auch als PDF erhätlich (siehe Link).

sda/ah

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