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«Sie wissen nicht, wer eure Freunde sind»

Das soziale Netzwerk lässt Unternehmen künftig die Nachrichten seiner Mitglieder sponsern und soll künftig komplett über eine gesicherte Verbindung aufzurufen sein.

Das Netzwerk soll sicherer werden: Facebook kündigt an, sein System auf sogenannte soziale Sicherheitsabfragen umzustellen. Bislang müssen Nutzer gelegentlich schwer lesbare, verzerrte Zeichenfolgen eingeben, um bestimmte Funktionen freizuschalten.
Das Netzwerk soll sicherer werden: Facebook kündigt an, sein System auf sogenannte soziale Sicherheitsabfragen umzustellen. Bislang müssen Nutzer gelegentlich schwer lesbare, verzerrte Zeichenfolgen eingeben, um bestimmte Funktionen freizuschalten.

Facebook lässt Unternehmen künftig die Nachrichten seiner Mitglieder sponsern. Wenn ein Nutzer etwa über ein Produkt oder ein Geschäft schreibt, kann das Unternehmen die Mitteilung auf der Facebook-Seite hervorheben lassen, wie Facebook in einem Video auf seiner Website mitteilte.

Die Unternehmen verfassen nicht selbst Werbetexte, sondern heben nur den Inhalt der Nutzer auf der Seite besonders hervor. «Es ist keine Botschaft, die Dir sagt, Du sollst etwas kaufen oder auf eine Internetseite gehen. Dein Freund sagt Dir: 'Sieh' mal, das habe ich getan und ich erzähle es Dir'», sagte ein Facebook-Ingenieur in dem Video.

Sicherheitseinstellungen erhöht

Facebook-Nutzer können über ihr Profil ihren Onlinefreunden mitteilen, was sie gerade tun oder getan haben, sie können Links, Fotos und Videos veröffentlichen. Wenn sie ein Internethandy besitzen, können sie auch ihren Standort in Echtzeit mitteilen - und virtuell etwa in Cafés, Restaurants oder Hotels einchecken. Gerade letzteres dürfte für die Unternehmen besonders interessant sein: Sponsern sie diese Meldungen, werden sie sowohl auf der Facebook-Seite des Nutzers als auch auf den Seiten aller seiner Freunde hervorgehoben.

Facebook kündigte am Mittwoch zudem an, die Sicherheitseinstellungen für das soziale Netzwerk zu erhöhen. Facebook soll künftig etwa komplett über eine gesicherte Verbindung aufzurufen sein, wie sie auch beim Onlinebanking genutzt wird. Bislang schaltet Facebook nur bei der Abfrage des Passworts auf sichere Verbindungen, die in der Adresszeile des Internetbrowsers an der Zeichenfolge «https://» zu erkennen sind.

Nutzer müssen Option selber aktivieren

Facebook riet Nutzern, diese Option - die in den kommenden Wochen in den Kontoeinstellungen verfügbar sein soll - zu aktivieren, wenn sie das Netzwerk häufig von öffentlichen Computern etwa in Internetcafés, Bibliotheken oder Universitäten nutzen.

Facebook kündigte zudem an, sein System auf sogenannte soziale Sicherheitsabfragen umzustellen. Bislang müssen Nutzer gelegentlich schwer lesbare, verzerrte Zeichenfolgen eingeben, um bestimmte Funktionen freizuschalten. Diese Zeichen sind nicht von Maschinen lesbar und sollen deshalb automatische Angriffe auf Facebook vermeiden. Künftig müssen Nutzer stattdessen ihre eigenen Freunde auf Fotos erkennen und deren Namen eingeben. «Die Hacker dieser Welt mögen Euer Passwort kennen, aber sie wissen nicht, wer eure Freunde sind», heisst es im Blog.

Die neuen Sicherheitseinstellungen kommen nur wenige Stunden, nachdem die Fanseite von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gehackt wurde. Unbekannte hatten darauf eine Nachricht hinterlassen, in der Zuckerberg angeblich vorschlug, die Facebook-Nutzer sollten sich an dem Unternehmen beteiligen können. Kurze Zeit später war diese Nachricht allerdings wieder von der Seite verschwunden.

AFP/rek

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