Zum Hauptinhalt springen

«Virenscanner sind solchen Programmen nicht gewachsen»

Der Computerwurm Flame trägt eine Microsoft-Signatur und kann sich via Windows-Update verbreiten. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute: Der Normalnutzer braucht sich wahrscheinlich trotzdem kaum Sorgen zu machen.

Der Computerwurm Stuxnet wurde programmiert, um gezielt ein Steuerungsprogramm einer iranischen Urananreicherungsanlage lahmzulegen: Techniker in der iranischen Atomanlage in Bushehr.
Der Computerwurm Stuxnet wurde programmiert, um gezielt ein Steuerungsprogramm einer iranischen Urananreicherungsanlage lahmzulegen: Techniker in der iranischen Atomanlage in Bushehr.
Keystone
Der Computerschädling Flame war in den vergangenen Monaten vom russischen Unternehmen Kaspersky Lab entdeckt worden. Die etwa 20 Megabyte grosse Software kann das Mikrofon des Rechners einschalten und Gespräche belauschen, Bildschirminhalte und Tastatureingaben aufzeichnen sowie das Datennetzwerk ausspähen. Eugene Kaspersky (Bild) erklärte, Flame spioniere seit Jahren Computeranwender und Netzwerke im Iran, Nahen Osten und Nordafrika aus.Am 10. Juni hat Symantec bekannt gegeben, dass Flame den Auftrag bekommen habe, sich zu zerstören ohne Spuren zu hinterlassen. «Bestimmte Flame-Kommandozentren» hätten vor einigen Tagen einen entsprechenden Befehl verschickt, teilte die Kaspersky-Konkurrenz mit.
Der Computerschädling Flame war in den vergangenen Monaten vom russischen Unternehmen Kaspersky Lab entdeckt worden. Die etwa 20 Megabyte grosse Software kann das Mikrofon des Rechners einschalten und Gespräche belauschen, Bildschirminhalte und Tastatureingaben aufzeichnen sowie das Datennetzwerk ausspähen. Eugene Kaspersky (Bild) erklärte, Flame spioniere seit Jahren Computeranwender und Netzwerke im Iran, Nahen Osten und Nordafrika aus.Am 10. Juni hat Symantec bekannt gegeben, dass Flame den Auftrag bekommen habe, sich zu zerstören ohne Spuren zu hinterlassen. «Bestimmte Flame-Kommandozentren» hätten vor einigen Tagen einen entsprechenden Befehl verschickt, teilte die Kaspersky-Konkurrenz mit.
Reuters
«Zurzeit arbeiten zahlreiche Forscher verschiedener Unternehmen weltweit an der Analyse von Flame – und trotzdem sind alle Experten noch weit von einer vollständigen Analyse sämtlicher Komponenten entfernt», sagte Kaspersky (hier links im Bild neben dem ehemaligen russischen Staatspräsidenten Dmitri Medwedew). Daher sei es gewagt, Flame als «nichts Besonderes» zu bezeichnen, «denn Flame ist nach Ansicht der Experten erst die Spitze des Eisbergs».Ein anderes Bild zeichnete Dirk Häger, Experte des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Er sagte zur Nachrichtenagentur DPA, die bei Flame entdeckten Funktionen seien auch in bekannten Schadprogrammen wie «Poison Ivy» zu finden. «Stuxnet war etwas Besonderes, Flame aber nicht», sagte Häger. (DAPD)
«Zurzeit arbeiten zahlreiche Forscher verschiedener Unternehmen weltweit an der Analyse von Flame – und trotzdem sind alle Experten noch weit von einer vollständigen Analyse sämtlicher Komponenten entfernt», sagte Kaspersky (hier links im Bild neben dem ehemaligen russischen Staatspräsidenten Dmitri Medwedew). Daher sei es gewagt, Flame als «nichts Besonderes» zu bezeichnen, «denn Flame ist nach Ansicht der Experten erst die Spitze des Eisbergs».Ein anderes Bild zeichnete Dirk Häger, Experte des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Er sagte zur Nachrichtenagentur DPA, die bei Flame entdeckten Funktionen seien auch in bekannten Schadprogrammen wie «Poison Ivy» zu finden. «Stuxnet war etwas Besonderes, Flame aber nicht», sagte Häger. (DAPD)
Reuters
1 / 3

Über den Computerwurm Flame kommen fast täglich neue Details ans Licht. Die Malware wurde vom russischen Sicherheitsanbieter Kaspersky entdeckt und soll Tausende Computer infiziert haben. Das Schadprogramm ist in der Lage, auf befallenen Rechnern Bildschirminhalte und Tastatureingaben aufzuzeichnen sowie installierte Mikrofone anzuzapfen und somit Gespräche abzuhören.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Mehr zum thema