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«Wir brauchen mehr Adressen»

Es gibt keine freien Internetnummern mehr. Deshalb stellen die grössten Online-Unternehmen nun aufs neue Internet-Protokoll um. «Endlich», sagt Internet-Pionier Daniel Karrenberg. 14 Jahre hat er darauf warten müssen.

Der Internet-Pionier Daniel Karrenberg warnt vor einem Adressnotstand.
Der Internet-Pionier Daniel Karrenberg warnt vor einem Adressnotstand.
Mathias Born

Daniel Karrenberg, am Mittwoch wird mit IPv6 eine neue Version des Internet-Protokolls in Betrieb genommen. Weshalb ist diese nötig?

Daniel Karrenberg: Die neue Version bringt nichts Neues – ausser viel mehr Internet-Adressen. Das heute verwendete Internetprotokoll wurde in den 1970er Jahren entwickelt. Damals hat man angenommen, dass mit 32 Bit genügend Adressen zur Verfügung stehen. Doch dem ist leider nicht so. In Asien ist der Vorrat schon erschöpft, in Europa wird es dieses Jahr soweit sein. Doch gerade in einigen Gebieten Asiens besteht ein grosser Bedarf nach Internet-Zugang. Wenn das Internet weiter wachsen soll, brauchen wir mehr Adressen. Deshalb müssen wir auf IPv6 umstellen.

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