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Zalando schreit noch nicht vor Glück

Der Internet-Schuhhändler hat zum ersten Mal in seiner Unternehmensgeschichte Umsatzzahlen vorgelegt. Noch immer hegen Branchenkenner Zweifel an der Wirtschaftlichkeit.

«Viele bestellen immer gleich drei Grössen eines Modells und schicken die Nichtpassenden auf Zalandos Kosten zurück»: Zalando-Werbung.
«Viele bestellen immer gleich drei Grössen eines Modells und schicken die Nichtpassenden auf Zalandos Kosten zurück»: Zalando-Werbung.
Zalando

Erstmals in seiner Unternehmensgeschichte hat der Internet-Schuhhändler Zalando Umsatzzahlen vorgelegt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe das Unternehmen 510 Millionen Euro eingenommen und seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr damit «mehr als verdreifacht», teilte Zalando am Freitag in Berlin mit.

Etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes brächten Geschäfte ausserhalb Deutschlands ein, erklärte Geschäftsführer Robert Gentz. Vier Jahre nach seiner Gründung ist der Online-Händler eigenen Angaben zufolge in zwölf europäischen Märkten aktiv.

Teure Werbekampagnen

Keine Angaben machte das Unternehmen dazu, wie viel Gewinn im vergangenen Jahr übrig blieb. An der Wirtschaftlichkeit des Versandhändlers, der seinen Kunden weder Versand noch Rückgabe berechnet, hegen Branchenkenner Zweifel. «Das bringt zwar Kunden, kostet aber ungeheuer viel», sagte der Chefredakteur des Internetportals Gründerszene.de, Joel Kaczmarek, dem «Stern». «Viele bestellen immer gleich drei Grössen eines Modells und schicken die Nichtpassenden auf Zalandos Kosten zurück.» Auch die Werbekampagnen und ein grosses Lager verschlängen gewaltige Summen.

Der Versandhändler selbst setzt derweil weiter auf Expansion: Gerade sei ein neuer Technologiestandort in Dortmund eröffnet werden, teilte das Unternehmen mit. Dort sollen künftig bis zu 60 Entwickler arbeiten. Zudem errichte Zalando derzeit in Erfurt ein weiteres Logistikzentrum. Derzeit zählt das Unternehmen nach eigenen Angaben gut 1000 Beschäftigte.

AFP/rek

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