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Als ich meinem Handy den Kampf ansagte

Smartphones sind toll – so toll, dass man sie exzessiv nutzt und darüber die Konzentration verliert. Unser Autor hat seinen Handykonsum über Monate hinweg ausgewertet und Beängstigendes entdeckt.

BZ-Redaktor Christian Zeier stellte fest, dass ihn seine Handynutzung zunehmend einengte – und sagte seinem Smartphone den Kampf an.
BZ-Redaktor Christian Zeier stellte fest, dass ihn seine Handynutzung zunehmend einengte – und sagte seinem Smartphone den Kampf an.
Urs Baumann

Es war ein Morgen Mitte März, als ich mir erstmals eingestand, eine ungesunde Beziehung zu führen. Eine Beziehung, die mir die Luft nahm und mich einengte. Eine zu einem kleinen Ding, rechteckig, blaugrau, das sich ­Galaxy Alpha nennt.

An diesem Morgen hatte ich den Wecker auf 7 Uhr gestellt, ich wollte um 8 Uhr im Büro sein. ­Mein Alpha klingelte pünktlich, ich nahm es zur Hand, stellte den Ton ab, schaute auf den Bildschirm, klickte auf die vier neuen Whats­app-Nachrichten, warf einen Blick auf meine Mails, dann weiter auf Facebook, eine Nachricht beantworten, durch den Newsfeed scrollen, einen Artikel lesen, noch einen, noch einen... Da war es 8 Uhr. Ich stand auf und fühlte mich schlecht. Ich fühlte Hass, Erschöpfung. Ich fühlte mich leer.

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