Apple zeigt neuen Profi-Computer und viele Neuerungen fürs iPad

Neben Software-Neuheiten überraschte vor allem eine Ankündigung. Gerade Google und Facebook dürfte das nicht gefallen.

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Rafael Zeier@RafaelZeier

Apple hat gestern an der eigenen Entwicklerkonferenz, die wir auf Einladung besuchten, zahlreiche Software-Neuerungen ­vorgestellt. Besonders herausragend waren die Neuerungen fürs iPad, das mit noch mehr Funktionen traditionellen Laptops in weiteren Bereichen Konkurrenz machen wird.

Dabei wurden vor allem viele Kleinigkeiten nachgereicht, die das Tablet bis anhin nicht konnte. ­Es kann künftig unter anderem auch USB-Sticks lesen und erhält mit iPadOS ein nicht nur dem Namen nach eigenes Betriebssystem.

Apple präsentierte eine ­grosse Überraschung: Künftig soll es möglich sein, sich auf Websites anzumelden – ähnlich wie es bis anhin mit Google oder Facebook funktioniert. Statt jedes Mal ein Benutzerkonto zu erstellen, nutzt man den Login-Dienst eines der Konzerne.

Anders als bei den Internetkonzernen verspricht Apple jedoch, dass bei «Sign In with Apple» keine Daten erhoben und gespeichert werden. Sollte die Funktion so wie versprochen funktionieren, wäre das ein grosser Schritt in Sachen Datenschutz.

Gespannt sein darf man, wie oft man im Alltag dann tatsächlich auf einen Anmelden-mit-Apple-Knopf trifft. Da Apple allerdings bei Apps, die Anmelden mit Google oder Facebook anbieten, künftig darauf besteht auch die eigene Anmelde-Option anzuzeigen, dürfte die Verbreitung rasch zunehmen.

Neue Fotos-App fürs iPhone

Beim iPhone fiel bei den zahlreichen Neuerungen vor allem eine überarbeitete und deutlich ­elegantere Foto-App auf. Die soll die ­eigenen Fotos künftig noch übersichtlicher anzeigen und bei Videos zahlreiche Bearbeitungsmöglichkeiten erlauben.

Die Apple Watch erhält einen eigenen Appstore und wird dadurch noch unabhängiger vom iPhone. Bis anhin konnten Apps nur via iPhone auf der Uhr installiert werden. All diese Neuerungen werden voraussichtlich im September per Update ausgeliefert.

In Erinnerung bleiben dürfte vor allem der für Herbst angekündigte Mac Pro. Der Computer kostet mindestens 6000 Dollar, der Bildschirm 5000 – der Mac richtet sich an zahlungskräftige Profis, die viel Rechenleistung brauchen.

Der Mac Pro erfüllt aber auch noch eine andere Funktion, wie der britische Analyst Ben Wood im Gespräch mit dieser Zeitung anmerkte. Ähnlich wie Formel-1-Boliden für Autokonzerne ein Marketinginstument sind, dürfte der neue Computer Apple-Fans erfreuen und Apples Innovationskraft zur Schau stellen.

berneroberlaender.ch/Newsnetz

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