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Bad News aus dem Blackberry-Imperium

Bei Research in Motion brach der Umsatz ein – verblüffenderweise im bei der Konkurrenz boomenden Smartphone-Geschäft. Was ist passiert? Die Hintergründe.

Brachte bei RIM bisher nicht den erhofften Aufschwung: Playbook-Tablet.
Brachte bei RIM bisher nicht den erhofften Aufschwung: Playbook-Tablet.
Keystone

Das Unternehmen werde «seinen Geschäftsbetrieb straffen, dazu gehört auch eine Verringerung der Mitarbeiterzahl», kündigte RIM am Donnerstag im kanadischen Waterloo an.

Harziger Verkauf des Playbook-Tablets

Wie viele Mitarbeiter gehen müssen, blieb zunächst offen. RIM habe ein schwieriges erstes Geschäftsquartal hinter sich, räumte Co-Chef Jim Balsillie ein. Von April bis Mai verkaufte das Unternehmen 13,2 Millionen Blackberry-Handys und damit weniger als erwartet. Vom neuen Tablet-Computer Playbook, das mit technischen Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte, wurde RIM 500'000 Stück los. Zum Vergleich: Apple setzte binnen drei Monaten zuletzt 18,7 Millionen iPhones und 4,7 Millionen iPads ab.

Umsatzrückgang in der boomenden Smartphone-Branche

RIM konnte zwar mehr Geschäfte machen als im Vorjahreszeitraum, als der gesamte Smartphone-Markt noch kleiner war. Gegenüber dem Vorquartal ging der Umsatz aber um 12 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar zurück – das ist ungewöhnlich in der boomenden Smartphone-Branche. Der Gewinn fiel sogar um 26 Prozent auf 695 Millionen Dollar.

RIM gehört zu den Pionieren in der Smartphone-Welt, hat aber den Trend zu Touchscreens verschlafen. Das Unternehmen setzte zu lange auf eine platzraubende Tastatur, während Apple mit seinem iPhone den grossen, berührungsempfindlichen Bildschirmen den Weg ebnete. Zudem war das alte Betriebssystem der Handys nur bedingt multimediatauglich. Zuletzt brauchte RIM etliche Monate, um das Playbook als Konkurrenz zu Apples iPad zu entwickeln.

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