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Facebook schafft die direkte Demokratie wieder ab

Nur 0,07 Prozent der über eine Milliarde User der Onlineplattform beteiligten sich an der Abstimmung über die Abschaffung des Mitspracherechts. Zu wenige, um dieses Instrument aufrechtzuerhalten.

Entscheiden wieder ohne ihre User: Facebook-CEO Mark Zuckerberg und seine Mitarbeiter. (Archivbild)
Entscheiden wieder ohne ihre User: Facebook-CEO Mark Zuckerberg und seine Mitarbeiter. (Archivbild)
Keystone

Die derzeitige Form der Mitbestimmung von Nutzern beim sozialen Onlinenetzwerk Facebook steht vor dem Aus. An einem Votum über eine Änderung der Nutzungsregeln und das künftige Mitspracherecht nahm bis zum Fristende gestern nur ein verschwindend geringer Anteil der mehr als eine Milliarde Mitglieder teil. Facebook wird nun den bisherigen Modus der Beteiligung von Nutzern wieder abschaffen.

Bei der Abstimmung sprach sich zwar eine deutliche Mehrheit von 87 Prozent gegen eine Änderung aus. Allerdings gaben nur 668'125 Mitglieder ihre Stimme ab – also rund 0,07 Prozent. Damit Facebook das Ergebnis als verbindlich anerkennt, hätten sich mindestens 30 Prozent aller aktiven Nutzer an dem Votum beteiligen müssen.

Bereits im Sommer hatte Facebook über seine Nutzungsregeln abstimmen lassen. Beteiligt hatten sich 180'000 Nutzer von damals insgesamt 900 Millionen Mitgliedern. Dabei hatte sich Facebook weitgehende Rechte zur Verwertung von Statusmeldungen, Links, Fotos und privaten Nachrichten seiner Nutzer einräumen lassen. Bei dem Votum im Sommer ging es auch um personalisierte Werbung auf Facebook und externen Internetseiten.

AFP/chk

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