Zum Hauptinhalt springen

Zweitkarriere mit SchwungEin Rap, der tief geht

Josip Drmic spielt nicht nur Fussball, nein, der Schweizer Nationalspieler rappt auch. Nun ist sein zweiter Versuch erschienen.

Von Franz Beckenbauer gibt es die berühmte Textzeile: «Gute Freunde kann niemand trennen.» Und Gerd Müller sang: «Dann macht es bumm.» Beckenbauer und Müller waren zwei der grössten Fussballer, die Deutschland je hervorgebracht hat. Als Sänger kam ihr Niveau nicht über die Grasnarbe hinaus.

Josip Drmic ist auch Fussballer, er gehört zum Kreis der Schweizer Nationalspieler, und er hat es sogar in die Premier League gebracht. Wie genau das auch immer gegangen ist, jedenfalls hat er bei Norwich City einen Vertrag erhalten, der ihm pro Woche um die 30’000 Pfund einbringen soll.

Drmic singt auch, genauer, er rappt, und das hat mit Singen ja nicht viel zu tun. Letztes Jahr hat Drmic einen ersten Song aufgenommen, «No Tomorrow» hat der geheissen. Drmic muss den Titel schon wieder vergessen haben, sonst würde er nicht denken, dass es für ihn als Rapper ein Morgen gibt. Er hat jetzt ein zweites Werk vorgelegt, das so gut ist wie das erste.

Vollbusige Frauen liegen nackt im Schaumbad, Drmic sitzt auf einem Motorrad, das aber in einem Zimmer steht, mit Sonnenbrille, auch wenn es dunkel ist. Als Verballhornung des Raps wäre das noch gut, aber Drmic ist es Ernst, mit dem was er macht, und wenn er dann auf Englisch schmachtet: «Sie ist attraktiv, sie ist ein Hattrick», bleibt nur eine Frage: Warum nutzt er die freie Zeit nicht, um das Toreschiessen zu üben? Seit er in der Premier League ist, hat er doppelt so viele Songs aufgenommen wie Tore erzielt.