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Reportage aus TexasWarum Latinos Trump nicht wählen

Luis Calvillo hat einen rassistisch motivierten Anschlag und den Krieg im Irak überlebt. Nun sagt er, warum er sich unter Präsident Trump nicht sicher fühlen kann.

Luis Calvillo ist kein Mann, der sich Angst machen lässt: Er war im Irakkrieg und hat ein Attentat in einem Supermarkt überlebt.
Luis Calvillo ist kein Mann, der sich Angst machen lässt: Er war im Irakkrieg und hat ein Attentat in einem Supermarkt überlebt.
Foto: PD

Die Mädchen haben alle überlebt. Sie haben die Schüsse gehört, das Blut gesehen, die Panik gespürt. Aber sie sind am Leben, und das sei das Wichtigste, sagt Luis Calvillo. Sie rennen, schreien und albern herum, wie Zwölfjährige das tun, wenn sie Fussball spielen. «Wenn eine von ihnen gestorben wäre, hätte ich das nicht ertragen», sagt Calvillo.

Luis Calvillo hätte fast nicht überlebt, damals, am 3. August 2019, als ein junger Weisser in El Paso in einen Walmart ging und mit einem Sturmgewehr um sich schoss. Calvillo, ein kräftiger Mann mit einem fusseligen, schwarzen Bart und bunten Tattoos auf den Armen, ist Trainer beim EP Fusion SC, einem Fussballverein für Schülerinnen in der texanischen Stadt. Er hatte an diesem Tag mit einigen Spielerinnen einen Stand vor dem Supermarkt aufgebaut. Sie verkauften Chicharrónes, frittierte Schweineschwarten, ein beliebter mexikanischer Snack. Das Team wollte Geld verdienen, um zu einem Turnier nach Phoenix fahren zu können.

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