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«Das Unrecht ist nach wie vor sehr lebendig»

Wenn Jenische plaudern, sind die alten Zeiten nie weit. Dann kommen Geschichten zutage, die sie bis heute beschäftigen. Der Holocaust. Jugend im Heim. Oder die Demo für mehr Plätze in Bern.

Zu Besuch bei Claude Gerzner in Matten bei Interlaken.

«Und dann machte es ‹wumm›.» Claude Gerzner erinnert sich nur ungern an den 24. April 2014. Ein paar Tage zuvor war er auf die Kleine Allmend in Bern gefahren, hinter sich rund 100 Mitstreiter mit gegen 120 Wohnwagen. Mit vereinten Kräften wollten die Jenischen auf die akute Platznot für das fahrende Volk hinweisen. Es war kurz vor der Frühlingsmesse BEA, die Stadt wollte die Räumung, und nun standen Polizeigrenadiere da und registrierten die Anwesenden.

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