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GGR Steffisburg zur Fernwärme«Eine grosse Zukunftsinvestition»

Das Fernwärmenetz wird ausgebaut – alles andere wäre heute nicht mehr vertretbar, sagt Gemeinderat Christian Gerber (EDU).

Die Abwärme der KVA Thun soll künftig via Fernwärmenetz unter anderem nach Steffisburg geleitet werden.
Die Abwärme der KVA Thun soll künftig via Fernwärmenetz unter anderem nach Steffisburg geleitet werden.
Foto: PD

Die Fernwärme Thun AG plant in der Region den Bau eines Fernwärmenetzes, das mit der Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) in Thun betrieben werden soll. Die Leitungen sollen auch nach Steffisburg führen. «Das gut ausgebaute Gasnetz und das neu zu erstellende Fernwärmenetz stehen in Zukunft in einer Konkurrenzsituation», schrieb die EVP/EDU-Fraktion des Grossen Gemeinderates Steffisburg deshalb in einem Postulat, das sie im April 2020 einreichte.

Sie schlug vor, mittels Volksabstimmung die Bedürfnisse zu eruieren und für einige Bezügergruppen – etwa ab einer gewissen Leistungs- oder Verbrauchsmenge – eventuell den zeitnahen Anschluss ans Fernwärmenetz obligatorisch zu machen, «womit sich ein energiepolitisches Zeichen setzen liesse». Dies auch, um Planungssicherheit für die Anbieter zu schaffen.

Gemeinderat Christian Gerber (EDU), Vorsteher Hochbau/Planung, sprach von einer grossen Zukunftsinvestition. «Ob die Ausmasse des Projekts zu gross oder zu klein sind, werden wir erst nach Jahren feststellen können», sagte er. «Doch heutzutage wäre es nicht mehr vertretbar, Fernwärme aus Kostengründen nicht in Betracht zu ziehen.» Einen Anschlusszwang sehe die Gemeinde nicht vor. Sie plane jedoch eine Befragung der Bevölkerung zum Thema Energie.

Der Gemeinderat beantragte daher, die Motion in ein Postulat umzuwandeln – was von der EVP/EDU-Fraktion gutgeheissen wurde – und dieses anzunehmen. Das taten 19 der 30 Anwesenden denn auch.