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Mitten in der zweiten WelleEpidemiologen proben den Aufstand

Christian Althaus verlässt die wissenschaftliche Taskforce des Bundes, Marcel Salathé tritt kürzer. Beide fühlen sich von der Politik nicht ernstgenommen.

Aderlass bei der Corona-Taskforce: Marcel Salathé (links) schraubt sein Engagement zurück, Christian Althaus hat sogar seinen Rücktritt eingereicht. Die Aufnahme entstand im vergangenen August bei einer Tagung in Bern.
Aderlass bei der Corona-Taskforce: Marcel Salathé (links) schraubt sein Engagement zurück, Christian Althaus hat sogar seinen Rücktritt eingereicht. Die Aufnahme entstand im vergangenen August bei einer Tagung in Bern.
Foto: Peter Klaunzer, Keystone

Sie sind seit Monaten auf allen Kanälen präsent, traten von Anfang an als Warner auf und sparten selten mit Kritik an Bund und Kantonen. Unvergessen ist, wie Marcel Salathé dem BAG vorwarf, Kritiker würden «fast wie in Nordkorea» zum Schweigen gebracht, wenngleich er den Vergleich später als «einen Seich» abtat. Derweil prangerte Christian Althaus im Herbst das «sinnlose Zuwarten» als «politisches Totalversagen der Schweiz» an und schimpfte die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr eine «Hobby-Epidemiologin».

Doch jetzt scheint die nicht enden wollende Corona-Krise auch die bekanntesten Epidemiologen des Landes zu zermürben. Althaus, der an der Universität Bern tätig ist, gab am Samstag auf Twitter bekannt, dass er diese Woche aus der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes zurückgetreten sei.

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