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Geburt in der Corona-Zeit«Ui, schwanger während der Pandemie?»

Plötzlich Risikogruppe, unterschiedliche Besuchsregeln in Spitälern, Geburt mit Maske? Drei Frauen erzählen, wie sie ihre Corona-Schwangerschaft erleben.

Carina Petarra-Ferrante hat Anfang Februar ihr zweites Kind gekriegt. Als Schwangere plötzlich zur Risikogruppe gehörten, wurde sie immer vorsichtiger.
Carina Petarra-Ferrante hat Anfang Februar ihr zweites Kind gekriegt. Als Schwangere plötzlich zur Risikogruppe gehörten, wurde sie immer vorsichtiger.
Foto: Thomas Egli

Erst gehörten sie nicht zur Risikogruppe, dann plötzlich doch. Für alle Schwangeren ist die Corona-Pandemie zu einer grossen Herausforderung geworden. Für Verunsicherung sorgt vor allem, dass Spitäler, Gynäkologen und Hebammen ihre eigenen Corona-konformen Regeln aufstellen, die sich je nach Spital stark unterscheiden können. Ob eine Frau zum Beispiel am Wochenbett von ihren Eltern besucht werden darf, entscheidet jedes Spital für sich.

Nicole Schmid sieht die Sorgen von gebärenden Frauen jeden Tag. Sie arbeitet seit sechs Jahren als Hebamme im Spital Zollikerberg. Es sei für Mütter, Väter und für das Spitalpersonal mühsam, dass sich die Vorgaben in der Vergangenheit immer wieder geändert hätten, sagt Schmid. «Schwangere haben Angst, dass ihr Partner bei der Geburt nicht dabei sein darf. Oder wollen nur ambulant gebären und gleich wieder nach Hause gehen.» Bei den eingeschränkten Besuchen am Wochenbett gebe es aber auch positive Reaktionen, sagt Schmid. «Frauen haben mehr Ruhe und sind entspannter. So funktioniert das Stillen besser, und sie sind weniger auf Schmerzmittel angewiesen.»

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