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Italiener narren Spaniens Stars

Der Titelverteidiger Spanien kommt in einem intensiven Duell gegen ein hervorragendes Italien nicht über ein 1:1 hinaus.

Die erste heisse Szene: Italiens Andrea Pirlo (21) tritt einen Freistoss.
Die erste heisse Szene: Italiens Andrea Pirlo (21) tritt einen Freistoss.
Reuters
Machte das Spiel der Spanier: Andres Iniesta.
Machte das Spiel der Spanier: Andres Iniesta.
Reuters
Ohne Glück vor dem Tor: Spaniens Fernando Torres im Zweikampf mit Gianluigi Buffon.
Ohne Glück vor dem Tor: Spaniens Fernando Torres im Zweikampf mit Gianluigi Buffon.
Reuters
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Im Lager der Italiener hatte in den letzten Tagen eine Negativmeldung die nächste gejagt. Trotzdem erwischten sie einen guten Start ins EM-Turnier. Das Team von Trainer Cesare Prandelli war dem Welt- und Europameister über weite Strecken ebenbürtig. Es besass bis zur Pause gar die besseren Torchancen. Spaniens Goalie Iker Casillas musste mehrere Schüsse entschärfen und kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde er nach herrlicher Flanke von Antonio Cassano und einem Kopfball von Thiago Motta zu einem Reflex gezwungen.

Die Iberer hatten wie gewohnt viel Ballbesitz, sie agierten aber in der Offensive lange zu umständlich. Zahlreiche Angriffe versandeten an der gegnerischen Strafraumgrenze. Nach dem Seitenwechsel machte es die Equipe von Vicente del Bosque besser. Cesc Fabregas (49.) und Andres Iniesta (51.) hätten ihr Team beinahe in Führung gebracht.

Husarenstück von Di Natale

Stattdessen schlug es wenig später auf der anderen Seite ein. Antonio di Natale, der Routinier von Udinese Calcio, erzielte nach einer Stunde im Anschluss an einen Traumpass von Andrea Pirlo das 1:0. Di Natale war erst vier Minuten davor für das glücklose Enfant terrible Mario Balotelli eingewechselt worden, welcher zuvor kläglich vor dem spanischen Tor gescheitert ist.

Die Spanier liessen aber mit ihrer Reaktion nicht lange auf sich warten. Nach einem Geistesblitz von David Silva hatte Cesc Fabregas keine Mühe, um den Ball im Netz unterzubringen. Für einmal war die neu formierte italienische Abwehr um den nach hinten beorderten Daniele de Rossi nicht ganz auf der Höhe.

Torres ohne Erfolg

Ansonsten jedoch hatten die italienischen Defensiv-Spezialisten die gegnerischen Angriffs-Künstler gut im Griff. Spanien hatte ohne einen nominellen Stürmer begonnen. Stattdessen bewegten sich Fabregas und Silva an vorderster Front. Fernando Torres wurde erst für die Schlussphase eingewechselt, als die italienische Verteidigung mürbe gespielt war. Torres vergab in der 85. Minute die Riesenmöglichkeit auf den Siegtreffer. Sein Heber über den heraus geeilten Gianluigi Buffon war zu hoch angesetzt.

«Wir haben die 1:1-Situationen gut gelöst», meinte Italiens Coach Prandelli nach dem Spiel zum Erfolgsrezept gegen die spanischen Kurzassspezialisten. Zum Sturmduo Cassano-Balotelli sagte er kurz: «Es war wichtig, dass sie ihren Job erledigt haben.»

si/ot

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