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Wenn sich Genie und Wahnsinn ablösen

Italiens Jungstar Mario Balotelli verblüffte im EM-Knüller gegen Spanien die Fussball-Welt: mit einem Kabinettstückchen und einer versiebten Torchance der besonderen Art.

Mario Balotelli – wie er leibt und lebt. Der italienische Stürmer, der seine Panini bei Manchester City verdient, stoppt in der EM-Partie vom Sonntag gegen Titelverteidiger Spanien den Ball mit der Hacke. Der Szenenapplaus in Danzig ist riesig. Und Balotelli beweist einmal mehr, was für ein grosser Ballzauberer er eigentlich ist.

Doch er kann auch anders. In der 53. Minute läuft er zuerst dem spanischen Aussenverteidiger Sergio Ramos auf und davon. Der Weg zum Tor ist frei. Nur noch ein paar Schritte, und er könnte schiessen oder einem Mitspieler im Sechzehner den Ball zuschieben. Aber was macht der exzentrische Fussballer? Er wird immer langsamer, scheint wie in Trance zu sein. Ramos holt auf und klaut ihm das Arbeitsgerät mit fairen Mitteln. Die Torchance ist dahin, Balotelli hat sie kläglich vergeben.

Italiens Trainer Cesare Prandelli hat genug. Er nimmt den keineswegs pflegeleichten Profi vom Platz und bringt stattdessen Antonio di Natale ins Spiel. Dieser trifft zum 1:0, nur vier Minuten nach seiner Einwechslung. Was die Kollegen nach dem Spiel in der Kabine zu Balotelli gesagt haben, dürfte wohl ein Geheimnis der Squadra Azzurra bleiben.

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