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LoubegafferFassnachts Büsi, Renauds Freundschaftspreis und Wältis Kochstudio

Weil es derzeit unter den Berner Lauben nichts zu gaffen gibt, haben sich die Loubegaffer in den sozialen Medien umgeschaut.

Normalerweise findet man die Loubegaffer ja cüplitrinkend an jedem Apéro in der Stadt. Daher hat die Corona-Krise auch ihr Berufsleben komplett auf den Kopf gestellt. Aus den Loubegaffern sind die Stubegaffer geworden. Aber auch aus den eigenen vier Wänden heraus haben die Qualitätsgaranten des Berner Cüpli-Journalismus einige interessante Beobachtungen gemacht.

Einen Orden in Gastfreundschaft hat sich in diesen Tagen etwa Michelle Renaud verdient. Die Ex-TeleBärn-Moderatorin und Neo-Politikerin hatte vor Ausbruch der Corona-Krise eine Familie aus Singapur bei sich im Trub zu Gast. Wegen der ganzen Turbulenzen konnten die Gäste nun nicht nach Grossbritannien weiterreisen. Renaud stellt ihnen deshalb ihre Airbnb-Wohnung weiterhin zur Verfügung – zum Freundschaftspreis von 25 Franken pro Nacht. «Neue Gäste sind ja vorerst nicht in Sicht», schreibt Renaud auf Twitter.

Seltene Einblicke gewähren auch die YB-Spieler. Die Annahme, dass die meisten von ihnen daheim ihre durchtrainierten Beine hochlagern und auf der Playstation Fifa-Fussball spielen, täuscht. Beispielsweise hat der YB-Torwart David von Ballmoos an der Instagram-Challenge #StayAtHomeChallenge teilgenommen. Er steht in der Küche und bekommt Geschirr und Vorräte zugeworfen, die er natürlich souverän fängt und blitzschnell in die Schränke verschwinden lässt.

Wir Stubegaffer finden aber auch das Video von Stürmer Nicolas Moumi Ngamaleu erwähnenswert, er beweist, dass er nicht nur mit Bällen, sondern auch mit Toilettenpapierröllchen jonglieren kann. Noch wilder treibt es der Mittelfeldspieler Gianluca Gaudino, der mit zwei Bällen jongliert. Christian Fassnacht hat sein Wohnzimmer zum Kraftraum umfunktioniert, und als zusätzliche Herausforderung macht er Rumpfbeugen mit seiner Katze. Und Publikumsliebling Guillaume Hoarau? Der hat natürlich wieder mal seine Gitarre hervorgekramt und nimmt für uns alle daheim ein Lied auf:

Während die meisten von uns nun öfter selber kochen, stehen die Profiköche definitiv weniger am Herd. Manche leben ihre Passion anstatt in den Restaurants nun in der eigenen Küche aus. Auf Instagram und unter dem Motto Quarantäneküche zeigt beispielsweise der Casino-Koch Dave Wälti Gerichte in Bewegtbild und gleich als Tutorial zum Nachmachen. Und der Punktekoch und zweifache Vater Domingo S. Domingo vom Restaurant Mille Sens steht am Herd und freut sich gleichzeitig über mehr Zeit mit den Kindern.