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«Ich habe dein Gesicht verloren»

Der Richterswiler Weibert Kienzler wurde als deutscher Staatsbürger 1915 eingezogen und an die Ostfront geschickt. Er schrieb über 200 Briefe an «sein liebes Herzi». Sie werden von seiner Enkelin aufbewahrt.

Die Schweizer-Kolonie: Noch gehen die aus Zürich eingerückten Deutschen davon aus, dass sie bald wieder zu Hause sind. Sie nennen sich 'Die Schweizer'. Weibert Kienzler - links liegend. 31. Mai 1915, im elsässischen Hagenau.
Die Schweizer-Kolonie: Noch gehen die aus Zürich eingerückten Deutschen davon aus, dass sie bald wieder zu Hause sind. Sie nennen sich 'Die Schweizer'. Weibert Kienzler - links liegend. 31. Mai 1915, im elsässischen Hagenau.
Familienarchiv Kienzler, Schaffhausen
Ferienstimmung: Noch ist Musketier Kienzler nahezu in Ferienstimmung. Er schreibt eine touristische Karte von einem Park in Hagenau. 23. August 1915
Ferienstimmung: Noch ist Musketier Kienzler nahezu in Ferienstimmung. Er schreibt eine touristische Karte von einem Park in Hagenau. 23. August 1915
Familienarchiv Kienzler, Schaffhausen
Wieder daheim: Ende Juli kehrt Musketier Kienzler endlich heim. Er lebt mit seiner Familie wieder in Richterswil und arbeitet als Ingenieur in der Kesselschmiede. Zürich, 10. August 1918
Wieder daheim: Ende Juli kehrt Musketier Kienzler endlich heim. Er lebt mit seiner Familie wieder in Richterswil und arbeitet als Ingenieur in der Kesselschmiede. Zürich, 10. August 1918
Familienarchiv Kienzler, Schaffhausen
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Im Schlafzimmerschrank ihrer verstorbenen Mutter fand Esther Schiffer 1992 über 200 Originalbriefe «aus dem Felde», welche ihr Grossvater Weibert Kienzler zwischen 1915 und 1918 seiner Frau Paula geschrieben hatte. Weibert Kienzler, 1882 im deutschen Triberg geboren, arbeitete als Ingenieur in der Richterswiler Kesselschmiede, das Ehepaar hatte damals zwei Kinder, einen 1912 geborenen Sohn, Arthur, und die ein Jahr jüngere Hedwig, die Mutter Esther Schiffers.

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