175 Jahre Stiftung Diaconis

Stadtpräsident Alec von Graffenried und Dr. Franziska Brinkmann sprechen auf dem Diaconis-Bänkli über das Thema «Vergänglichkeit».

Intime «Bänkligespräche»

Auf sechs eigens für das Jubiläumsjahr von Diaconis designten Bänkli lernten sich je zwei Gesprächspartner kennen und unterhielten sich zu einem bestimmten Thema. Im sechsten und letzten Gespräch trafen sich Dr. Franziska Brinkmann, Leitende Ärztin bei Diaconis, und der Stadtpräsident von Bern Alec von Graffenried beim Altenbergsteg und sprachen über das Thema «Vergänglichkeit». Alec von Graffenried und Dr. Franziska Brinkmann wünschen sich dabei mehr Bewusstsein für das Thema und einen offeneren Umgang mit dem Lebensende. Dieses sowie alle weiteren Bänkligespräche, die während des Jubiläumsjahres aufgezeichnet wurden, gibt es zum Nachsehen auf der Website diaconis.ch/175. Nebst dem Gespräch zwischen Alec von Graffenried und Dr. Franziska Brinkmann trafen sich der Musiker Daniel Woodtli mit Schwester Gretli Monscheuer, der Schriftsteller Lorenz Pauli mit Schwester Lydia Schranz, Astrophysikerin Kathrin Altwegg mit Schwester Therese Hunziker, Musikerin Steff la Cheffe mit Stiftungsratspräsident Hans Zoss und Musiker James Gruntz mit Stiftungsdirektor Peter Friedli zum Gespräch.

Ein Blick zurück

Zum 175-Jahre-Jubiläum hat die Stiftung Diaconis zurückgeblickt, zahlreiche Begegnungsorte geschaffen und die Bevölkerung der Stadt Bern am Geburtstag teilhaben lassen. Dabei ging es einerseits um die Geschichte von Diaconis und deren heutige gesellschaftliche Relevanz, andererseits aber auch darum, das Lebenswerk der Schwesterngemeinschaft zu würdigen.

Seit 175 Jahren im Dienst der Mitmenschen

Die Geschichte der Stiftung Diaconis geht auf das im Jahr 1844 von der Patriziertochter Sophie von Wurstemberger gegründete Krankenasyl zurück. Die 1809 geborene Sophie machte bereits in jungen Jahren Krankenbesuche. Was sie brauchte, um die materielle Not anderer zu lindern, sparte sie sich vom Mund ab. 1836 erfolgte der erste Schritt von der Einzel- zur Vereinsinitiative: Auf Sophies Anregung schloss sich ein Kreis von gleichgesinnten jungen Frauen zu einem «Krankenverein» zusammen. Dabei sollte für Seele und Leib gleichermassen gesorgt und im Notfall tatkräftig Hilfe geleistet werden. Aus ihrem Engagement erwuchs das Berner Diakonissenhaus, dessen Pionierrolle bei der Pflegeausbildung weit über die Bundeshauptstadt ausstrahlte. Der Gründungsgedanke, Not in der Gesellschaft lindern zu wollen, trägt Diaconis in die Zukunft, auch wenn sich die Diakonissen heute alle im Ruhestand befinden. «Die Diakonissen und ihre Geschichte sind fester Bestandteil der Stadt Bern», betont Hans Zoss, Stiftungsratspräsident Diaconis. «Aufgrund des Stiftungszwecks hinterfragen wir auch heute stets aufs Neue, was es bedeutet, sich für die Schwächsten der Gesellschaft einzusetzen.»

Mehr Informationen zum 175. Jubiläum der Stiftung Diaconis finden Sie hier.

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