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LeserreaktionenFür Busfahrer ist zumutbar, eine Maske zu tragen

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen. Unter anderem auch zu Corona und den damit verbundenen engeren Platzverhältnissen im ÖV.

Um mehr Platz im Bus zu schaffen, sollte die Absperrung zum Chauffeur aufgehoben werden, findet ein Leserbriefschreiber.
Um mehr Platz im Bus zu schaffen, sollte die Absperrung zum Chauffeur aufgehoben werden, findet ein Leserbriefschreiber.
Foto: Nicole Philipp

Zu «Der 10er-Bus ist wieder ‹brätschvoll›»

Absperrung ist überflüssig

Es ist wahrlich unerträglich, wenn sich (nicht nur) in den kalten Monate die Leute in den Bus quetschen müssen. Offenbar sind ja die Coronaviren mutiert und längst nicht mehr so gefährlich, wie man zu Beginn der Krise meinte. Die Absperrung zum Chauffeur ist somit völlig überflüssig. Der gesamte Platz sollte genutzt werden können. Es ist für Busfahrer zumutbar, eine Maske zu tragen. So wie für Chirurgen, Taxifahrer, Coiffeure und weitere. Sehe da echt kein Problem. Im Sinne des Kunden handeln – eine Tugend, die bei Bernmobil nur beschränkt zu spüren ist. Rolf Wegner, Ostermundigen

Zu «Klimaabgabe nicht für Privatflieger»

Trifft die sozial Schwächeren härter

Der gewöhnliche Bürger stellt sich beim kommenden CO2-Gesetz einmal mehr die Frage der Gleichbehandlung. Eine breite Lebens-Palette wird in Zukunft mit einer nötigen Klimaabgabe belastet und das trifft die sozial Schwächeren härter. Ausgerechnet CVP-Parlamentarier wollen – entgegen dem Wählerwillen – bei der CO2-Debatte die privilegierte Business-Fliegerei bevorzugen. Diese Klientelpolitik der CVP ist ungerecht und ein Normalbürger wird sich fragen, warum er für den Klimaschutz bezahlen soll, während eine privilegierte, kapitalistische Oberschicht unbehelligt bleibt und einmal mehr noch davon profitiert. Mit diesem vorgehen könnte die Bevölkerung die Lust verlieren, das CO2-Gesetz insgesamt mitzutragen. Johannes Schüpbach, Münsingen

Zu «SVP schiesst eigenen Bundesrichter ab»

Finde ich in unserer Schweiz sehr dramatisch

Einen eigenen SVP Bundesrichter nicht mehr wählen, weil er sich nicht nach dem Parteibuch und an die Empfehlungen der Partei hält, das finde ich in unserer Schweiz sehr dramatisch. Die Rechtsprechung ist immer nach juristischem Gesetz und Recht einer Verordnung anzuwenden und nicht nach Parteiempfehlungen. Sehr erstaunt bin ich, dass Yves Donzallaz sagt, die SVP setze ihn und andere Richter seit Jahren unter Druck, konkret: «Die SVP versucht, die Justiz in den Würgergriff zu nehmen.» Das gibt es ja nicht. Mir stehen die Haare zu Berge. Hans Trachsel, Burgdorf
Zu «Schweiz will 20 Kinder aus Lesbos aufnehmen»

Nicht die Augen vor dieser Katastrophe verschliessen

Weltweit sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Nur ein kleinster Bruchteil von ihnen kommt in die Schweiz und in den letzten Jahren ist die Zahl der Asylgesuche zudem stark rückläufig. Im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos standen 3000 Plätze zur Verfügung. Heute befinden sich hier gegen 13’000 Schutzsuchende. Hier, wo vor ein paar Tagen das Feuer ausgebrochen ist. Die Menschen in Moria waren mit wenigen Habseligkeiten da, jetzt haben sie gar nichts mehr, auch ihre Dokumente sind verbrannt. 20 Schweizer Städte, die Flüchtlinge aus Moria aufnehmen wollen, sind mit ihrem Anliegen an die Bundesbehörden gelangt. Der Bundesrat ist bereit, zwanzig unbegleitete Minderjährige aufzunehmen. Der Berg oder doch die Schweiz hat eine Maus geboren. Doch schliessen wir nicht die Augen vor dieser menschlichen Katastrophe.
Es ist dringend, dass der Bundesrat mehr Aufnahmen zulässt, zumal die Städte dafür einstehen.
Hasim Sancar, Grossrat Grüne, Bern

Zu «Der Stadtrat schont das Personal und die Kultur»

Drum herum werden Löhne gekürzt

Unglaublich! Drum herum werden Löhne gekürzt und Stellen abgebaut. Die Beamten sollen aber nächstes Jahr drei zusätzliche, bezahlte Ferientage bekommen. Als würde sie die aktuelle Situation gar nicht betreffen und interessieren. Anna Thüler, Bern