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Tag der kuriosen Treffer

Die erste Rote Karte, je zwei Penaltys und Eigentore: Der Dienstag hat in Russland viele ungewohnte Szenen beschert.

Ägyptisches Unheil: Russland geht nach einem Eigentor der Afrikaner in Front. (Video: SRF)

Die wohl spielentscheidende Szene zwischen Turniergastgeber Russland und Ägypten in St. Petersburg passiert kurz nach der Pause: Der Nordafrikaner Ahmed Fathi lenkt einen Weitschuss ins eigene Tor ab. Es ist bereits das fünfte Eigentor an dieser WM, und die Endrunde ist noch nicht einmal eine Woche alt. Von diesem Schock scheinen sich Mohamed Salah und Co. nicht mehr zu erholen.

Ägyptische Hilfe: Russland geht nach einem Eigentor in Führung. (Video: SRF)

Die Russen kommen in Fahrt und erzielen in der 59. Minute das 2:0 durch Denis Tscheryschew.

Russland stürmt vorwärts: Das 2:0 durch Goalgetter Denis Tscheryschew. (Video: SRF)

Nur drei Minuten später der Doppelschlag der Sbornaja.

Die Entscheidung: Die ägyptische Abwehr wirkt beim 0:3 teilweise desolat. (Video: SRF)

Schliesslich schiesst Liverpools Star Mohamed Salah mittels Penalty den Ehrentreffer. Die Nordafrikaner sind nach der zweiten Niederlage so gut wie ausgeschieden.

Der Star trifft: Mohamed Salah verwandelt den Strafstoss souverän. (Video: SRF)

Die erste Rote Karte des Turniers

Keine drei Minuten sind gespielt, da bietet sich den Japanern gegen Kolumbien die erste Chance für einen Treffer. Den ersten Abschluss von Yuya Osako wehrt der kolumbianische Keeper David Ospina noch ab – jedoch nach vorne. Den Nachschuss des zweiten japanischen Schützen, Shinji Kagawa, kann der Goalie nicht mehr parieren. Dafür steht Carlos Sanchez bereit und wehrt den Ball ab. Dann fällt er zu Boden, es sieht aus, als hätte er seinen Kopf für die Rettungstat benutzt.

Sanchez ist ein guter Schauspieler, aber Schiedsrichter Damir Skomina entlarvt ihn auf der Stelle. Der Slowene zeigt sogleich auf den Penaltypunkt, weil er genau sah, dass Sanchez den Ball mit dem Arm abwehrte. Und Skomina zeigt dem Kolumbianer sogleich die Rote Karte.

Kein faires Spiel

Zu Recht. Die Doppelbestrafung – Rot und Penalty – ist seit der Saison 2016/17 nicht mehr zwingend. Der Unparteiische hat die Möglichkeit, den fehlbaren Spieler zu verwarnen, allerdings nur dann, wenn dieser ganz klar versucht hat, fair an den Ball zu kommen – beispielsweise bei einem missratenen Tackling, das zur Notbremse führte. Das ist bei einem Hands nicht der Fall.

Kagawa lässt sich vom Penaltypunkt nicht zweimal bitten und verwandelt zum frühen 1:0 für die Japaner.

Das 1:0 von Kagawa. (Video: SRF)

Übrigens: Sanchez sah in diesem 13. WM-Spiel die erste Rote Karte des Turniers. Länger hatte es nur bei der WM 1986 bis zum ersten Platzverweis gedauert, der damals im 16. Match verhängt wurde. In Mexiko flog damals der Uruguayer José Batista schon in der 1. Minute vom Platz, nachdem er den Schotten Gordon Strachan hart gefoult hatte.

Das Schlitzohr Quintero

36 Minuten laufen die Südamerikaner zu zehnt dem Rückstand hinterher. Dann hat Juan Quintero einen Geistesblitz: Bei einem Freistoss schiesst er statt über die Mauer einfach unten durch. Der japanische Torhüter Eiji Kawashima kommt zu spät, der Ball ist knapp, aber mit ganzem Umfang hinter der Linie.

Quinteros Ausgleich. (Video: SRF)

Am Ende lachten aber doch die Asiaten, den Japanern gelang in der 73. Minute das entscheidende 2:1 durch Yuya Osako.

Das 2:1 durch Osako. (Video: SRF)

Glücklich getroffen

Dass die Polen gegen Senegal verloren, lag auch an den Osteuropäern selber. Polens Verteidiger Thiago Cionek lenkte einen Schuss ins eigene Tor ab.

Unglücklich: Ein Pole ist Hauptverantwortlich für das 1:0 Senegals. (Video: SRF)

Und nach einer Stunde war ein fataler Rückpass der Wegbereiter für das 2:0 der Afrikaner.

Was für ein Fehler: Mbaye Niang erläuft einen Rückpass und kann mühelos einschieben. (Video: SRF)

Der Anschlusstreffer der Polen fiel zu spät.

Nochmals Hoffnung: Die Polen erzielen kurz vor Schluss den Anschlusstreffer. (Video: SRF)

SDA/hua/fal

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