«Sie versuchten, Neymar zu zerstören»

Die Schweizer foulten Neymar zehnmal. So oft wurde seit 20 Jahren kein Spieler an einer WM von den Beinen geholt.

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Eine mutige, engagierte, kämpferische Leistung bot das Schweizer Nationalteam gegen den fünffachen Weltmeister – mit viel Leidenschaft und Einsatz erarbeitete sich das Team von Vladimir Petkovic einen Punkt gegen den grossen Favoriten. Leidtragender war Superstar Neymar. Die Schweizer foulten den 26-Jährigen zehnmal. Seit 20 Jahren wurde kein Spieler an einer WM so oft gefoult, berichtet Thesun.co.uk.

Behrami bekommt nach Foul an Neymar die Gelbe Karte. (Video: SRF)

Der letzte Akteur, der öfter von den Beinen geholt worden war, war Alan Shearer. Der Engländer wurde an der WM 1998 in Frankreich in der Partie gegen Tunesien elfmal gefoult. Die Three Lions treffen heute erneut auf die Nordafrikaner (ab 20 Uhr live im Ticker). Blüht einem anderen Engländer ein ähnliches Schicksal?

«Das war eine schändliche Vorstellung»

Der ehemalige Nationalspieler der USA, Alexi Lalas, der an der Heim-WM 1994 mit dem US-Team auf die Schweiz getroffen war (1:1), unterstellte den Schweizern pure Absicht: «Sie versuchten, Neymar zu töten.» Und weiter: «Das war eine schändliche Vorstellung des Schiedsrichters und der Schweiz.» Jedes Mal, wenn Neymar den Ball hatte, sei er gefoult worden, sagte der 48-Jährige auf Fox.

Petkovic dementierte, dass seine Spieler Neymar absichtlich attackiert hätten: «Es waren keine bösen Fouls. Wir haben uns ein paarmal clever angestellt.» Neymar beschwerte sich gegenüber brasilianischen Medien: «Die Spieler wurden getauscht, um Fouls zu begehen. Wenn dem die Schiedsrichter keine Aufmerksamkeit schenken, ist das schlecht für den Fussball.» Dass er nach Spielschluss in die Kabine humpelte und auch der Gang zum Teambus sprichwörtlich schleppend verlief, zeigte den Frust des Offensivakteurs von Paris Saint-Germain auf.

Aus medizinischer Sicht verursachten die Schweizer Interventionen keine Folgen. «Kein Grund zur Sorge», teilten Neymar und Teamarzt Rodrigo Lasmar mit. «Er wird zu 100 Prozent spielen können. Es wird auch keine spezielle Behandlung geben. Die Schläge kassierte er gegen den Knöchel, nicht gegen den operierten linken Fuss.»

hua/sda

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