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Stadtberner unter Top 32 in EuropaFutsal Minerva träumt vom FC Barcelona

Futsal Minerva hat sich kampflos für den Sechzehntelfinal der Uefa Futsal Champions League qualifiziert. Im Januar könnten die Berner in der Runde der letzten 32 auf einen ganz grossen Gegner treffen.

Tiago Pereira Machado (rechts)und seine Teamkameraden von Futsal Minerva könnten es im Sechzehntelfinal der Champions Leauge mit einem attraktiven Gegner wie Barcelona oder Benfica zu tun bekommen.
Tiago Pereira Machado (rechts)und seine Teamkameraden von Futsal Minerva könnten es im Sechzehntelfinal der Champions Leauge mit einem attraktiven Gegner wie Barcelona oder Benfica zu tun bekommen.
Foto: Stefan Wermuth

«Wir möchten bis ins Jahr 2023 zu den Top 16 in Europa gehören», sagt Miro Prskalo, Präsident von Futsal Minerva. So ambitioniert das Ziel des Schweizer Rekordmeisters auch klingt, die Stadtberner Ballzauberer sind aktuell nur noch einen Schritt davon entfernt, dieses Unterfangen mit etwas Los- und Wettkampfglück schon anfangs 2021 in die Tat umzusetzen.

Eigentlich wäre für Minerva nächste Woche in einem Heimspiel die K.o-Runde der letzten 64 Teams der Uefa Champions League gegen den Schottischen Meister PYF Saltires auf dem Programm gestanden. Doch in diesen turbulenten Zeiten ändern sich Dinge bisweilen von einem Tag auf den anderen.

So gaben die Briten bekannt, dass sie die Reise nach Bern nicht antreten werden. Die im Schottischen Perth beheimateten Futsaler dürften in die Schweiz reisen, hätten aber bei der Rückkehr in ihre Heimat in Quarantäne gemusst. «Sie erhielten keine Ausnahmebewilligung für eine Rückkehr ohne Quarantäne und wollten andererseits auch ihre Spieler vor möglichen Risiken verschonen», begründet Minerva-Präsident Prskalo die Absage der Briten.

Mögliche Topgegner

Durch den Rückzug der Schotten stehen die Berner kampflos im Sechzehntelfinal der Königsklasse. Wenngleich sich Minerva lieber auf sportliche Weise qualifiziert hätten, kommt der Sprung unter die Top 32 in Europa einem Meilenstein gleich.

Am 9. Dezember wird die Uefa die Paarungen für den Sechzehntelfinal ermitteln. Dabei ist es durchaus realistisch, dass den Bernern ein absoluter Weltklassegegner mit grossem Namen zugelost wird. Profiteams wie Barcelona (Sieger der Champions League 2020), Sporting (Gewinner 2019) oder Benfica sind mögliche Kontrahenten. «Es gibt wie zwei Szenarien. Entweder bekommen wir es mit einem Team wie Barcelona oder Sporting zu tun, gegen die wir ohne Chance wären. Oder wir treffen als Aussenseiter auf ein Team, gegen das man an einem guten Tag Chancen aufs Weiterkommen hat», sagt Prskalo.

Training unter Schutzkonzept

Die Vorbereitungen für das Saisonhighlight, das im Januar stattfindet, laufen bei Minerva auf Hochtouren. Zwar ist die Saison der Swiss Premier League unterbrochen, doch die Berner dürfen Trainingseinheiten absolvieren, weil sie in einem professionellen europäischen Wettbewerb vertreten sind.

«Wir trainieren intensiv, lassen aber aufgrund der aktuellen Situation auch Vorsicht walten und halten uns strikt an Schutzkonzepte», erklärt Minerva-Präsident Prskalo und ergänzt: «Unser Dank gilt dabei auch den Behörden, mit denen wir einen tollen Austausch hatten und die uns unterstützen.»

Wo der Sechzehntelfinal gespielt wird ist derzeit noch unklar. «Minerva wird sich aber sicher dafür bewerben, dass die Partie in Bern ausgetragen wird», sagt Prskalo.