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Acht Meter über dem BodenGäggersteg wird wie geplant eröffnet

Zwar ohne Fest, aber doch zum geplanten Zeitpunkt: Ab dem 6. Juni ist der neu aufgebaute Gäggersteg im Gantrischgebiet wieder begehbar.

Weitblick auf dem neuen Gäggersteg: Ab dem 6. Juni ist dieser wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Weitblick auf dem neuen Gäggersteg: Ab dem 6. Juni ist dieser wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Foto: PD

Die Aussicht ist atemberaubend: Steht man rund acht Meter über dem Boden auf dem Holzsteg, erstreckt sich vor einem das weitläufige Panorama des Gantrischgebiets. Dieser Ausblick kann ab dem 6. Juni von jedem genossen werden, der den Weg in den hinteren Teil der Gemeinde Rüschegg auf sich nimmt. Dann wird der neue Gäggersteg eröffnet – so wie ursprünglich vorgesehen, trotz Corona.

Das geplante Eröffnungsfest hingegen fällt der Krise zum Opfer. Dieses kann wegen der Einschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht durchgeführt werden. Wenn möglich, sollen aber gewisse Aktionen im Herbst nachgeholt werden, schreibt der Naturpark Gantrisch in einer Mitteilung.

Mehr Kurven, mehr Höhe

Nachdem der Wald am Gägger 1999 durch den Jahrhundertsturm Lothar fast vollständig zerstört worden war, wurde das Gebiet im Frühjahr 2000 als Waldreservat ausgeschrieben. Vier Jahre später wurde der alte Gäggersteg errichtet: ein Holzsteg, der die Besucherinnen und Besucher bis zu anderthalb Meter über dem Waldboden vorbeiführte. So konnte aus gebührendem Abstand beobachtet werden, wie sich die Natur nach dem Sturm entwickelt.

Der alte Gäggersteg: Maximal anderthalb Meter führte er über den Waldboden. Der höchste Punkt des Neubaus befindet sich auf rund acht Metern.
Der alte Gäggersteg: Maximal anderthalb Meter führte er über den Waldboden. Der höchste Punkt des Neubaus befindet sich auf rund acht Metern.
Foto: PD

Weil der alte Steg nach gut 15 Jahren sanierungsbedürftig wurde, entschied man sich, ihn durch einen Neubau zu ersetzen. Letzten Sommer wurde damit begonnen. Durch das neue Projekt änderte sich auch die Linienführung des Stegs. Dieser ist nun nicht nur länger und kurvenreicher, er erhebt sich am höchsten Punkt auch acht Meter über dem Boden.

Im Winter blieb der Steg wegen des Schnees noch gesperrt. Nun konnten die letzten Arbeiten für die Eröffnung vorgenommen werden. So wurde in den vergangenen Wochen etwa ein Familien- und Themenweg eingerichtet. Acht Posten auf dem rund drei Kilometer langen Rundweg zeigen den Kindern, wie sich der Wald in den letzten Jahren erholt und sogar von den Stürmen profitiert hat.