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Kolumne: «Schlagerette»Geh tausch ma’s aus

Francine Jordi tritt in der TV-Show «Sing meinen Song» auf. Es wird wunderbar.

Kocht jetzt Kürbissuppe mit Steff La Cheffe: Schlagerstar Francine Jordi.
Kocht jetzt Kürbissuppe mit Steff La Cheffe: Schlagerstar Francine Jordi.
Foto: Raphael Moser

Es gibt Leute in meinem Umfeld, die können nicht glauben, dass Francine Jordi bei «Sing meinen Song» mitmacht. Ein für alle Mal: Es stimmt. Die Berner Schlagersängerin wird zusammen mit Rapperin Steff la Cheffe, Sängerin Stefanie Heinzmann und den Sängern Loco Escrito, Ritschi und Marc Storace in der Schweizer Adaption des TV-Tauschkonzerts zu sehen sein. Sie covert also Songs der anderen – und umgekehrt. Und es wird wunderbar, so viel sei hier versprochen.

Verantwortlich für diese Konstellation ist Soulsänger und Gastgeber Seven. Ein Bewunderer des Schlager-Songwritings übrigens, wie sich am Medientag herausstellte. «Wenn ein Lied scheinbar trivial ist und eine einfache Melodie hat, dann ist es eine viel höhere Kunst, damit drei Minuten auszufüllen», erklärte er. Will heissen: «Je weniger Zutaten für länger ausreichen, desto besser sind die Zutaten.» Weniger sei mehr, deshalb seien etwa auch Countrysongs mit simplen Melodien oft die besten Songs.

Seven hat Francine Jordi aber nicht eingeladen, um den Ruf des Schlagers aufzupolieren. Oder weil er findet, dass «Schlager covern ein Fest ist». Und Francine Jordi wiederum hat nicht zugesagt, um die Genre-Exotin zu geben. Zumal sie das als klassisch ausgebildete Sängerin, die in ihrem Leben nicht nur gejodelt, sondern auch Jazz, Pop und Gospel gesungen hat, gar nicht ist. «Ich bin dabei, weil ich mich von einer anderen Seite präsentieren kann», sagte sie. «Ich mache aus jedem Song etwas ganz Neues, das trotzdem immer Francine ist.»

Gar nicht Francine seien dagegen die Tränen, die immer mal aus ihren Augen kullern werden. «Ich habe in meiner 22-jährigen Karriere nur einmal öffentlich geweint, bei meinem Grand-Prix-Sieg 1998 in Wien, dann nie mehr», sagte die Schlagersängerin im Interview. In «Sing meinen Song» seien die Dämme jedoch gebrochen, so emotional sei das alles gewesen.

Wichtiger als alle Erfahrungen, die sie während der Dreharbeiten auf Gran Canaria hat sammeln können, sind Francine Jordi jedoch die Freundschaften, die blieben. Es gebe eine Whatsapp-Gruppe, in der alle Teilnehmenden drin und «die einen mehr, die anderen weniger aktiv sind», sagte sie. Und es gibt regelmässige Treffen. Zuletzt hat Francine Jordi bei Steff la Cheffe eine Kürbissuppe gekocht. Passt doch.

«Sing meinen Song» läuft ab dem 21. Februar wöchentlich auf TV 24. In der ersten Folge werden die Songs von Stefanie Heinzmann neu interpretiert.