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Fusion zu Grossbern Gemeinderat lässt SVP abblitzen

Die SVP Ostermundigen fordert mehr Zeit fürs Konsultationsverfahren zur Fusion in Bern. Das lehnt der Gemeinderat ab.

Ostermundigen konnte Ende Februar den Infoanlass zur Fusion durchführen. In anderen Gemeinden musste der Anlass abgesagt werden.
Ostermundigen konnte Ende Februar den Infoanlass zur Fusion durchführen. In anderen Gemeinden musste der Anlass abgesagt werden.
Christian Pfander 

Das Thema nahm vor der Krise Fahrt auf: die Fusion im Grossraum Bern. Gerade hatten im Rahmen des Projekts «Kooperation Bern» sechs Gemeinden die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die zum Schluss kam: eine Fusion ist machbar. Infoanlässe sollten stattfinden, Workshops und eine Online-Umfrage durchgeführt werden. Dann kam Corona.

Übrig blieb die Online-Umfrage. Bis Ende Mai sollte sich die Bevölkerung aus Bern, Bolligen, Bremgarten, Ostermundigen, Kehrsatz und Frauenkappelen zur Fusion äussern. Wegen Corona haben Bern und Ostermundigen die Frist für die Teilnahme am Konsultationsverfahren bis am 10. Juli verlängert – der Termin stellt sicher, dass die beiden Gemeinden wie geplant Ende Jahr über die Aufnahme von Fusionsverhandlungen entscheiden können.

Eine zweite Umfrage in Ostermundigen

Der SVP Ostermundigen reicht das nicht. Sie beantragte dem Gemeinderat, die Frist bis Ende August auszuweiten. Begründung: Ohne sozialen Austausch könnten sich die Menschen keine Meinung bilden.

Der Gemeinderat lehnt den Antrag der SVP ab, teilte er am Donnerstag mit. Der Zeitplan des Projekts «Kooperation Bern» sei eng, eine Verlängerung daher nicht möglich.

Und doch kommt er der SVP ein Stück weit entgegen: In Ostermundigen – die einzige Gemeinde, die ernsthaft über eine Fusion mit der Stadt Bern nachdenkt – wird es im September ein zusätzliches Konsultationsverfahren von vier Wochen geben.