Gilt die mündliche Abmachung auch für den neuen Arbeitgeber?

Die Antwort auf eine Leserfrage zum Arbeitsrecht.

Ein Arbeitsvertrag muss nicht schriftlich sein. Foto: Istock

Ein Arbeitsvertrag muss nicht schriftlich sein. Foto: Istock

(Bild: Keystone Laurent Gilliéron)

Andrea Fischer@tagesanzeiger

Ich bin 75 und noch erwerbstätig, allerdings nur mit mündlicher Abmachung. Demnächst wird der Betrieb verkauft. Gilt meine mündliche Abmachung für den neuen Arbeitgeber auch?

Ja. Ein Arbeitsvertrag muss nicht schriftlich sein. Man kann auch auf andere Weise, etwa mit den regelmässigen Lohnzahlungen belegen, dass ein Arbeitsverhältnis vorliegt. Mit dem Verkauf des Betriebs gehen alle Arbeitsverhältnisse auf den neuen Besitzer über. Der Betriebsübergang allein ist kein Grund für eine Kündigung. Ist der Übergang abgeschlossen, hat aber die künftige Arbeitgeberin wie die bisherige das Recht, Angestellten zu kündigen, die sie nicht weiter beschäftigen will. Dabei muss sie sich an die vertraglichen und gesetzlichen Vorgaben zur Kündigung halten. Das gilt auch bei Mitarbeitenden, die wie Sie bereits im Rentenalter sind.


Andrea Fischer beantwortet Ihre Fragen zum Arbeitsrecht, Konsumrecht, Sozialversicherungsrecht und Familienrecht. Senden Sie sie an geldundrecht@tamedia.ch

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