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Interview mit Werner Ryser«Ich bin Erzähler, nicht Literat»

Werner Rysers Urgrossvater aus Reichenbach hat sein Glück im Kaukasus gemacht. Im neuen Buch verwebt der Autor dessen Schicksal mit der Weltgeschichte.

Der Basler Autor Werner Ryser nimmt seine Berner Vorfahren als Inspiration für seine historischen Romane.
Der Basler Autor Werner Ryser nimmt seine Berner Vorfahren als Inspiration für seine historischen Romane.
Bild: Claude Giger

Herr Ryser, Ihr neuer Roman heisst «Die grusinische Braut». Weshalb dieser Titel mit einem Wort – grusinisch –, das niemand versteht?

Zu der Zeit, in der mein Roman spielt, war Grusinien der russische Name für Georgien. Wir haben auch überlegt, das Buch «Die georgische Braut» zu nennen, fanden dann aber den anderen, historischen Begriff interessanter. Als Autor bekommt man vom Verlag ja Titel und Cover vorgeschlagen und kann dann Ja oder Ja sagen dazu.

Nun, Grusinien klingt schon sehr exotisch, das macht neugierig. Waren Sie selbst dort?

Ja, ich war mehrmals dort. Im 19. Jahrhundert sind viele deutsche und auch einige Schweizer Familien nach Transkaukasien ausgewandert. Einige, weil sie aufgrund ihres radikalpietistischen Glaubens verfolgt wurden, andere, weil sie arm waren. Sie gründeten die Siedlung Katharinenfeld, wo man heute noch diese typischen «Schwabenhäuser» sieht.

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