Zum Hauptinhalt springen

LeserreaktionenImmer motzen – statt dem Marzili-Betreiber Danke zu sagen

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Wer die Aaretemperatur wissen will, wartet vor dieser Anzeige fast zwei Minuten.
Wer die Aaretemperatur wissen will, wartet vor dieser Anzeige fast zwei Minuten.
Christian Pfander

Zu «Auf diese Temperaturanzeige müssen Sie lange warten»

Völlig normal und richtig

Das Marzilibad ist eines der schönsten, saubersten und am besten gepflegten Bäder der Schweiz. Das Bad gehört bekanntlich der Stadt Bern, die es verpachtet. Nicht zuletzt wegen der Wetterabhängigkeit braucht es für einen Pächter grosse Erfahrung und Fingerspitzengefühl, ein solches Bad rentabel zu betreiben. Das über Reklame Geld einkassiert wird, ist völlig normal und richtig. Die Sorgen wegen dem langen Warten auf die Temperaturanzeige möchte ich haben. Statt dem Pächter und seinen Angestellten für das Sauberhalten und Betreiben des Bades Danke zu sagen, gibt es immer wieder solche, die nichts anderes zu tun haben, als zu motzen. Motzer sterben nicht aus. Walter Krebs, Bümpliz

Fuss ins Wasser stecken

Das ist die Dekadenz der wirtschaftsfernen Beamtenstadt Bern: «Manche ärgern sich, ein Momentchen auf die Aaretemperatur zu warten». Erstens müssen sie nicht warten. Zweitens können sie ja den Fuss ins Wasser stecken. Drittens finanziert die Werbung eine Leistung, die das Publikum gratis bekommt. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Onlinekommentar von Lahor Jakrlin

Zu «Lauber geht – und bekommt 107 Tage Ferien ausbezahlt»

Umstritten: der Abgang von Bundesanwalt Michael Lauber
Umstritten: der Abgang von Bundesanwalt Michael Lauber
Arnd Wiegmann (Reuters)

Miserables Zeugnis für Vorgesetzte

Wenn Ferien nicht im Kalenderjahr, in welchem der Anspruch entsteht, bezogen werden, hat der Vorgesetzte dafür zu sorgen, dass der Anspruch im Folgejahr abgebaut wird. In der Privatwirtschaft ist üblich, dass dies in den ersten drei oder vier Monaten erfolgen muss. Die 107 Ferientage von Bundesanwalt Michael Lauber entsprechen einem Ferienguthaben von über dreieinhalb Jahren. Dass Lauber nicht angehalten, respektive gezwungen wurde, seine Ferien zu beziehen, stellt seiner vorgesetzten Stelle ein miserables Zeugnis aus. Kurt Burkhalter, Mühleberg

Zitat des Tages

«Ein über 300 m2 grosser Schulpavillon, einstöckig, wird die grüne Oase inmitten des Schulareals zerstören.»

Simone Aschwanden, Oberbipp

Zu «Belp plant die Zukunft: «Neues sorgt für Abwehrhaltung»»

Keine Neueinzonungen

Als der Risikogruppe Corona zugehörender Bürger konnte und wollte ich nicht an der Orientierungsversammlung zur Ortsplanungsrevision Belp teilnehmen. Scheinbar gab es aber nicht viel Neues. Der Gemeinderat glaubt nach wie vor, das Wohl der Gemeinde und ihrer Bevölkerung hänge von einem möglichst schnellen Bevölkerungswachstum ab und dazu sei möglichst viel landwirtschaftliches Land in Bauland umzuzonen. Das ist aber ein Trugschluss und nur im Interesse weniger auf Kosten vieler. Neueinzonungen sind in Belp sicher nicht mehr angebracht. Wenn es denn sein muss, ist innere Verdichtung die Lösung. Aber auch diese ist mit Augenmass anzuwenden. Mir scheint, wir haben mittelfristig mit den geplanten umfangreichen Um- und Neubauten der Schulhäuser und Sportstätten genug Ausgaben in Millionenhöhe zu tätigen. Da sind weitere Ausgaben für neue Infrastrukturen, die Neueinzonungen nach sich ziehen und sich für die Allgemeinheit nie rechnen, nicht richtig. Tragen wir auch in Belp Sorge zu unserem Land und entsagen wir dem Wachstumswahn! Heinz Haussener, Belp

Zur Leserreaktion «Die Familiengärten verschwinden aus Bern»

Unnötiger Landverschleiss

In Bern sind es Familiengärten, die einer Schulhaus-Erweiterung weichen müssen. In Oberbipp fällt die Grünfläche zwischen Schulhaus und Kindergarten – Kinderspielplatz und sozialer Treffpunkt für Kinder – zum Opfer. Ein über 300 m2 grosser Schulpavillon; einstöckig, mit unnötigem Landverschleiss, wird die grüne Oase inmitten des Schulareals zerstören. Dabei wäre eine nachhaltigere und raffiniertere Lösung vorhanden. Ein Flugblatt des Gemeinderates, im Einklang mit allen Dorfparteien, lässt so anderen Varianten keinen
demokratischen Spielraum. Schade! Darf eine grüne Arche inmitten des Schulareals überbaut werden, wenn es nicht sein muss? S
imone Aschwanden, Oberbipp

Zur Leserreaktion «Ich kann es nicht glauben» von Robert Stämpfli

Geld kann sinnvoller verwendet werden

Leserbreifschreiber Robert Stämpfli glaubt nicht, dass im Falle eines Neins zu neuen Kampfflugzeugen Geld aus dem Militärbudget anderen Departementen zugutekommt. Ich auch nicht, es kann aber sinnvoller verwendet werden. Dann muss man das Budget nicht erhöhen und es nützt der Truppe trotzdem sehr effizient. Richard Cescatti, Belp

Zur Abstimmung über Beschaffung neuer Kampfflugzeuge

Zu viel Geld, zu wenig Schutz

Feuerwehr, Zivilschutz, Gesundheitswesen: Deren Schutz und Hilfe, da weiss man – ganz aktuell und mit grossem Dank – was man hat. Aber bei Kampfjets und deren diffusen Schutzversprechen? Als Schutzschirm gegen moderne Bedrohungen aus der Luft wie Raketen, Drohnen etc.? Israel zeigt uns, dass das mit bodengestützten Abwehrraketen viel effizienter, kostengünstiger und nachhaltiger geht. Schwere Kampfjets nur für die Luftpolizei beschaffen, obwohl der grösste Teil davon reiner Ordnungsdienst im Unterschallbereich ist? Weshalb konkret sollen hierfür kostengünstige leichte Jets angeblich nicht ausreichen? Kampfjet-Milliarden nur für den unrealistischen Fall von absichtlichen Luftraumverletzungen im Überschallbereich verschleudern? Und andere Bereiche der Armee dürfen dann dafür den Gürtel enger schnallen? Viel zu wenig Schutz für viel zu viel Geld. Fritz Howald, Bern

Bereit halten

Angesichts der beängstigend hohen Billion-Aufwendungen für den Militärbereich seitens der Rivalen USA, Russland und dem vielleicht zur dominierenden Weltmacht vorrückenden China, steht Europa im Vergleich dazu ausgesprochen schwach da. Diese Realität muss beachtet werden. Vergangenheit und Gegenwart lehren uns: Kriege passieren nicht, sie werden von mächtigen Akteuren gemacht. Für unseren neutralen Kleinstaat bedeutet das, sich weiterhin eigenständig für einen Ernstfall bereit zu halten. Urs Amiet, Spiez