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LeserreaktionenInstitutionen dürfen jetzt nicht Profit schlagen

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Kleine Gewerbeunternehmen wie Coiffeursalons bangen derzeit um ihr Überleben.
Kleine Gewerbeunternehmen wie Coiffeursalons bangen derzeit um ihr Überleben.
Keystone

Zu «Schwarzarbeiten oder in Konkurs gehen»

Institutionen dürfen jetzt nicht Profit schlagen

Die vom Bundesrat verhängten Massnahmen stossen bei KMU auf Verständnis, führen aber zu existenziellen Schwierigkeiten. Jetzt sind all die Coiffeursalons, Modegeschäfte, Fitnesscenter, Restaurants etc. geschlossen. Die anfallenden Kosten können durch Kurzarbeit teilweise abgefangen werden, doch stehen den wegfallenden Einnahmen zusätzlich fixe Kosten wie Mieten gegenüber. Hier müsste die Solidarität auf die Liegenschaftsbesitzer und Banken überschwappen, indem die Mieten vorübergehend sistiert werden. Es darf nicht sein, dass die Liegenschaftsbesitzer sich dahinter verstecken, dass die Banken, Versicherungen oder Pensionskassen auch ihre Zinsen einfordern. Diese Institutionen dürfen jetzt nicht Profit schlagen, während ihre Kunden gegen den drohenden Konkurs ankämpfen. Zinszahlungen aussetzen und, statt auf den SMI zu starren, den Kontakt mit den Kunden suchen und kreative Lösungen anbieten – das ist Solidarität.

Peter Küpfer, Bern

Zitat des Tages

«Solidarität sollte auf die Liegenschafts­besitzer und Banken überschwappen, indem die Mieten vorübergehend sistiert werden.»

Peter Küpfer, Bern

Zu «Höhere Steuern für Hausbesitzer»

Rücksicht auf die bevorstehenden Jahre

Der amtliche Wert und Eigenmietwert sollen per 1. Januar 2021 drastisch steigen. Das heisst, Liegenschaftsbesitzer müssen höhere Steuern bezahlen. Dazu kommt noch, dass Politiker schärfere Gesetze anstreben für den Liegenschaftsunterhalt. Bund, Kantone und Gemeinden erhalten von den Banken fast gratis Darlehen, und trotzdem wollen sie den Steuerzahler zur Kasse bitten. Und das in einer Zeit, da Renten, AHV und sicher auch bald die Löhne zurückgehen und voraussichtlich mehr Arbeitslose zu erwarten sind. Mit Rücksicht auf die bevorstehenden schlechten Jahre müssten die Steuern gesenkt werden und nicht das Gegenteil.

Paul Krenger, Matte

Zu «Eine halbe Million Insektenarten sind bereits ausgestorben»

Biodiversität bringt auch den Landwirten Vorteile

Den Bienen beispielsweise fehlt über das Jahr teilweise ein natürliches Futterangebot. Der Mensch weiss, welchen grossen Nutzen ihm die Honigbiene bringt – allein der wirtschaftliche Mehrwert durch ihre Bestäubung ist immens. Darum schenkt der Mensch ihnen besondere Aufmerksamkeit. Die Honigbienen werden vom Imker gepflegt und betreut, er kann in Notsituationen stabilisierend eingreifen. Andere Insekten, wie Schmetterlinge und Wildbienen, bekommen keine derartige Unterstützung. Zwischen Imkerei und Landwirtschaft besteht zudem leider immer noch ein Interessengegensatz. Eine Verbesserung der jetzigen Situation wird sich nur durch eine Extensivierung in der Landwirtschaft erreichen lassen. Biodiversität bringt letztlich auch den Landwirten Vorteile.

Hans Peter Egger, Reichenbach