Integration auf leisen Sohlen

Handball

Marco Strahm hat sich zuerst als Stammspieler beim BSV Bern etabliert, sein WG-Kollege Lucas Rohr ist ihm gefolgt.

Marco Strahm schliesst vom linken Flügel aus ab. Auf dieser Position ist er die Nummer 1 beim BSV Bern.

Marco Strahm schliesst vom linken Flügel aus ab. Auf dieser Position ist er die Nummer 1 beim BSV Bern.

(Bild: Raphael Moser)

Reto Pfister

Der BSV Bern hat sich das Motto «Ächt Bärn» auf die Fahnen geschrieben. Möglichst viele Plätze im Team sollen mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs besetzt werden. So hat sich am linken Flügel Marco Strahm (21) als Stammspieler etabliert.

Der Entscheid, vor etwas mehr als einem Jahr auf ihn zu setzen, konnte als konsequente Umsetzung der Clubstrategie bezeichnet werden. Immerhin entschied man sich dafür, mit Marcel Lengacher einem langjährigen Akteur kein Angebot für eine Vertragsverlängerung zu unterbreiten.

Strahm rechtfertigte das Vertrauen, das man in ihn gesetzt hatte. Auf unspektakuläre Art wurde er rasch zu einem festen Bestandteil des Teams. «Ich bevorzuge es, ohne viel Tamtam meine Aufgabe auf Linksaussen zu erledigen», sagt der 180 cm grosse Akteur, der in Zollikofen aufgewachsen ist und auf der U-15-Stufe von Grauholz nach Bern gewechselt ist.

«Im ersten Jahr wollte ich mich auf meine eigene Leistung konzentrieren. Schritt für Schritt will ich nun mehr Verantwortung übernehmen», sagt der Betriebswirtschafts- und Sportstudent, der in der Mannschaft seine Meinung in Zukunft vermehrt zur Geltung bringen möchte.

Nur in der Abwehr

Der flinke Flügelspieler ist eng befreundet mit Lucas Rohr (20), der ebenfalls den Sprung in die Stammformation der Berner geschafft hat. Die beiden wohnen mittlerweile in Bern in einer Wohngemeinschaft mit einem 1.-Liga-Handballer zusammen und haben bereits im Nachwuchs in einem Team gespielt. Rohr stammt aus dem Mattequartier und hat als Siebenjähriger beim BSV mit dem Handballsport begonnen.

Er ist 196 cm gross und hat nach den Abgängen von Jakub Szymanski und Thomas Heer einen Stammplatz im Abwehrzentrum erobert, nachdem er zuvor nur gelegentlich zum Einsatz gekommen war. Rohr konzentriert sich auf die Aufgabe in der Defensive, für die Angriffsformation ist er momentan nicht eingeplant. «Dies muss nicht dauerhaft so sein, im Moment ist es jedoch gut so, weil die Belastung so weniger hoch ist», sagt der kräftige Sportler.

In der Vergangenheit hatte er immer wieder mit kleineren Verletzungen zu kämpfen. Dies ist aktuell aber nicht mehr der Fall. «Seit Aleksandar Stevic hier Trainer ist, wird sehr gut darauf geachtet, dass Spieler nicht überbelastet werden», lobt Rohr seinen Coach. «Zudem konnte ich in Magglingen ein Rehaprogramm absolvieren.»

Die WG-Kollegen werden auch heute (19.45 Uhr) bei der ersten Heimpartie der Saison gegen Endingen eine wichtige Rolle spielen. Nachdem es ihnen gelungen ist, sich auf leisen Sohlen im Team zu etablieren.

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