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Wiler-ErsigenKänzig spielt sich warm

Deny Känzig war der wertvollste Spieler der letzten Unihockeysaison. Wegen einer Verletzung spielte er im aktuellen Championnat aber noch keine Hauptrolle.

Deny Känzig (vorne) will sich im Playoff ins Zentrum rücken.
Deny Känzig (vorne) will sich im Playoff ins Zentrum rücken.
Stefan Wermuth

Die Statistik verheimlicht das Wesentliche. Nur 7 Skorerpunkte hat sich Deny Känzig in der laufenden Saison notieren lassen. Da kommt man nicht automatisch auf die Idee, dass dieser Spieler im Playoff für Wiler-Ersigen in der Lage sein soll, Entscheidendes zu bewegen. Doch es handelt sich um Deny Känzig. Vor einem knappen Jahr wurde der 23-Jährige zum MVP der Saison gekürt, zum wertvollsten Spieler der Liga. Was ist los mit dem jungen Hochkaräter? Nun, Känzig verletzte sich Ende Oktober an der linken Hand. Es folgten Wochen der Ungewissheit, Wochen, die zermürbten. «Lange wusste ich nicht, was genau kaputt ist», erzählt der Stürmer. Schliesslich wurde ein Kapsel-Teilabriss diagnostiziert, die Operation erfolgte erst Mitte Dezember. Känzig verpasste fast drei Monate. «Keine schöne Zeit für einen Unihockeyspieler.»

Jetzt ist Känzig aber beschwerdefrei und dazu bereit, in der wichtigsten Meisterschaftsphase aufzutrumpfen. «Ich fühle mich fit, es kann losgehen», sagt er. In den letzten Wochen hat sich Känzig warmgespielt. «Ich fühlte mich von Spiel zu Spiel sicherer.» Im letzten Spiel der Qualifikation beim 8:1 gegen Uster fiel er als zweifacher Torschütze auf. Für den Playoff-Viertelfinal hat sich Wiler-Ersigen Chur ausgewählt. «Der Gegner liegt uns», sagt Känzig und nimmt Bezug auf die deutlichen Siege in den Direktbegegnungen der Saison (11:0 und 11:3). Bei Wiler sind alle drei Linien imstande, eine Partie im Alleingang zu entscheiden. Känzig ist im zweiten Block eingeteilt. Im Sturm spielt er neben Claudio Mutter und Marco Rentsch. Dahinter stehen Nicola Bischofberger und Tatu Väänänen, zwei Verteidiger mit grosser Erfahrung und Offensivdrang. «Wir spielen schon länger in derselben Linie, das passt», erläutert Känzig.

Zukunft in Schweden?

Chur soll für Wiler nicht zum Stolperstein werden. In diesem Duell können sich die Unteremmentaler eigentlich nur selber schlagen. Punkto Zielsetzung ist man sich im Verein einig. Ende Saison will ein weiterer Meistertitel gefeiert werden. Für Känzig wäre es der fünfte persönliche Titel. Verläuft alles nach Plan, möchte er danach nach Schweden wechseln. «Ich würde gerne etwas Neues versuchen, den nächsten Karriereschritt machen», sagt Känzig, der, obwohl erst 23-jährig, bereits seine siebte Saison in der NLA bestreitet. Die Transferverhandlungen laufen, mit starken Leistungen kann sich der talentierte Spieler in den nächsten Wochen zusätzlich ins Zentrum rücken.