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Kommentar zur Wahl in InterlakenKeine Ohrfeige dank mehr Erfahrung

In seinem Kommentar nennt Redaktor Alex Karlen einen Hauptgrund für den Wahlsieg von Philippe Ritschard.

Nein, die Quittung blieb aus, es gab für die beiden bürgerlichen Parteien keine Ohrfeige. Dass FDP und SVP sich im Frühjahr nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für das Gemeindepräsidium einigen konnten und der bürgerliche Schulterschluss auch für den zweiten Wahlgang ausblieb, hätte den Weg zur Niederlage ebnen können.

Umgekehrt machte es die GLP. Sie holte, was zu holen war, und gewann Stimmen bei allen Parteien, auch bei der ebenfalls uneinigen SP. Mit Manuela Nyffeler stand ihr eine Kandidatin zur Verfügung, die mit viel Schwung den Generationenwechsel symbolisierte.

Es ist wohl nicht nur, aber auch die Pandemie, die Nyffelers Sieg verhinderte.

Es ist wohl nicht nur, aber auch die Pandemie, die ihren Sieg verhinderte. Die Mehrheit stimmte für Ritschard, weil sie ihn als erfahrener und damit auch lösungskompetenter einstuft. Merkmale, die im Kampf gegen das Coronavirus von grosser Bedeutung sind.

Und genau darum geht es: Die Pandemie muss gestoppt und eingedämmt werden. Alles andere ist zweitrangig. Für den neuen Gemeindepräsidenten ein schwieriger Start. Wie viele seiner Amtskollegen muss er den Spagat zwischen Gesundheit und Wirtschaft machen.