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Von grellen Lichtern und trüben Tassen

Zwischen Suff und Sozialdrama: «Mary & Johnny» des Berner Regisseurs Samuel Schwarz feierte am Sonntag am Zurich Film Festival Premiere. Herausgekommen ist ein gross gedachtes Werk mit gröberen Mängeln.

Kommen sich näher am Züri-Fäscht: Ex-Miss-Schweiz Nadine Vinzens und Nils Althaus im Spielfilm «Mary&Johnny».
Kommen sich näher am Züri-Fäscht: Ex-Miss-Schweiz Nadine Vinzens und Nils Althaus im Spielfilm «Mary&Johnny».
zvg

Gefühlte fünf Minuten sieht man gar nichts. Die Leinwand bleibt schwarz. Dafür meldet sich ein Erzähler in schleppendem Berner Dialekt zu Wort: «E seeleloses, verbrunzets Kaff am Rand vo de Glarner Alpe – das isch Züri.» Es ist der Dieb und Frauenverprügler Mischa (Marcus Signer), der da aus seiner Gefängniszelle heraus grummelt und sinniert, wie ein Film aussehen müsste, der das Drama seines Freundes Johnny widerspiegelt. Und dann sehen wir – genau das.

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