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Angst, ein Kinomythos und Zahnprothesen

Lange war es in Kinderbüchern still um die Jäger der Meere. Jetzt sind sie wieder da – als wackere Senioren-Haie.

Von Christine Lötscher
Erst mal Zähneputzen: Theo hat noch einige Abenteuer vor mit dem Hai, aber der Gestank muss weg. Illustration: Daniela Rütimann.
Erst mal Zähneputzen: Theo hat noch einige Abenteuer vor mit dem Hai, aber der Gestank muss weg. Illustration: Daniela Rütimann.

Die meisten Kinder haben ein inniges Verhältnis zu Monstern. Bei manchen wohnt eins unter dem Bett, andere kuscheln sich mit gehörnten und zahn­bewehrten Viechern unter die Decke. Parallel zum Siegeszug der Vampire und Zombies im Kino tauchen Monster aller Arten in Kinderbüchern fast so häufig auf wie Hasen und Bären. Meist sind es halb knuddlige, halb gruselige Fantasiegeschöpfe mit gutem Herzen und schlechtem Benehmen. Etwa der Yark im gleichnamigen Kinderroman von Bertrand Santini (Jacoby & Stuart 2014), der sich vom unsympathischen, kinderfressenden Ungeheuer zum besten Freund der kleinen Romanheldin mausert. Für die Leserinnen und Leser ist das eine rechte Achterbahnfahrt: Das nennt man dann erfolgreiche Konfrontation mit der eigenen Angst.

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