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Bücher gegen Bowle und Plätzchen

John Grisham gehört weltweit zu den erfolgreichsten Schrifstellern. Um seine erfolgreiche Karriere zu lancieren, musste der US-Amerikaner lange unten durch.

Erfolgsautor John Grisham hat seine ersten Bücher aus dem Kofferraum seines Autos verkauft und sie selbst an Supermärkte, Büchereien und Tankstellen ausgeliefert. «Im Rückblick klingt das lustig, aber damals war es furchtbar», gestand der 55-Jährige in einem am Samstag veröffentlichten «Spiegel»-Interview ein. Er habe schon geglaubt, sein Roman «Die Jury» würde niemals veröffentlicht werden, weil viele Verlage abgelehnt hätten.

Dann habe er einen kleinen New Yorker Verlag gefunden, der aber kein Geld für die Werbung gehabt habe. Um den Verkauf anzukurbeln, habe er 1000 der 5000 Bücher gekauft und sei zu 35 Büchereien in kleinen Städten gefahren. «Ich rief vorher an, sie schmissen eine Party, die Damen sorgten für Bowle und Plätzchen, und ich stiftete ihnen einige Kartons Bücher», sagte Grisham.

Enttäuscht vom Politikerjob

Früher sei er Idealist gewesen, sagte Grisham, der in den 80er Jahren für die Demokraten im Landesparlament seines Heimatstaates Mississippi sass. Der Bundesstaat sei sehr arm gewesen und er habe geglaubt, «da liesse sich einiges tun», sagte er und fügte hinzu: «Als ich die Wirklichkeit der Politik kennenlernte und den Gesetzgebungsprozess, war ich schnell enttäuscht. Es war wirklich schwer, irgendetwas hinzubekommen, und das Dasein als Politiker behagte mir auch nicht.» Er sei nicht für den Politikerjob «gemacht» gewesen.

Grisham äusserte sich in dem Interview auch kritisch über den amerikanischen Präsidenten Barack Obama. «Die Politik in Washington, der Kongress, ist so schlimm, wie sie immer schon war», monierte er. Die Wirtschaft erhole sich nicht. Trotzdem sei er weiter Fan von Obama. Er glaube, Obama werde wiedergewählt. «Und hoffentlich kann er dann in seiner zweiten Amtszeit tun, was er tun will, und für Fortschritt sorgen, für Change.»

dapd/mrs

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