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Das erbitterte Ringen um Suhrkamp

Beim renommierten Verlag haben sich die Gesellschafter juristisch ineinander verbissen. Wie soll das enden? Zwei konstruktive Szenarien – und ein destruktives.

Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz vor einem Bild ihres verstorbenen Mannes und Vorgängers Siegfried Unseld.
Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz vor einem Bild ihres verstorbenen Mannes und Vorgängers Siegfried Unseld.
Frank May (Picture Alliance, DPA)

Manche Beobachter des Konflikts im Suhrkamp-Verlag sprechen von einer shakespeareschen Tragödie. Andere von einer Seifenoper. So oder so muss man wie bei einer TV-Soap beginnen mit dem Vorspann: Was bisher geschah.

Gegenwärtig gehört die Suhrkamp GmbH & Co. KG zwei Parteien, zu 61 Prozent der Unseld-Familienstiftung, zu 39 Prozent der Medienholding Winterthur. Diese ist im Besitz des Hamburger Investors und Bildhauerenkels Hans Barlach, der sie 2006 von Andreas Reinhart erworben hatte, Spross der Winterthurer Kaffee- und Baumwolldynastie. Die Familie Reinhart war jahrzehntelang (früher mit höheren Anteilen) stiller Teilhaber des Verlags. Andreas Reinhart verstand sich gut mit Siegfried Unseld, aber mit der Verlagspolitik von Ulla Unseld-Berkéwicz, der Witwe, war er nicht einverstanden und verkaufte seine Anteile.

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