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«Dass ich über Jahre als komischer Autor galt, mag manche erstaunen»

In seinen Poetikvorlesungen erzählt Peter Stamm seine literarische Autobiografie.

Er sei schon im Kindergarten als witzeerzähler hervorgetreten: Der Schriftsteller Peter Stamm. Foto: Fredrik von Erichsen (Keystone)
Er sei schon im Kindergarten als witzeerzähler hervorgetreten: Der Schriftsteller Peter Stamm. Foto: Fredrik von Erichsen (Keystone)

«Dass ich über Jahre als komischer Autor galt, mag manche erstaunen, die nur meine späteren Texte kennen.» Allerdings! Dabei, erinnert sich Peter Stamm, sei er schon im Kindergarten als Witzeerzähler hervorgetreten, und dass er es immer noch kann, zeigt ein Text, der 2011 in der «Neuen Rundschau» erschienen ist. Darin erfand er einen Rundbrief, in dem der legendäre Verleger Samuel Fischer seine Autoren aufforderte, Plätzchenrezepte zu liefern – und Ibsen, Dostojewski, Zola, Thomas Mann und so weiter lieferten. Arthur Schnitzler schickte gleich zehn Rezepte, von jungen Frauen zubereitet (eine Vorstufe zu seinem «Reigen»), und Hermann Hesse ein Gedicht, das mit den unsterblichen Zeilen endet: «Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde / uns neue Kekse jung entgegensenden.»

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