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Der Mond ist untergegangen

Nicht erst der «kleine Schritt» des Astronauten Neil Armstrong hat dem Mond die Poesie ausgetrieben. Das haben die Dichter nach jahrhundertelanger lyrischer Verehrung selbst besorgt.

Martin Ebel
Nach der Romantik musste der Mond unten durch. «Sturmnacht an der Westküste Norwegens» (1856). Foto: Knud Andreassen Baade, Kunsthaus Zürich
Nach der Romantik musste der Mond unten durch. «Sturmnacht an der Westküste Norwegens» (1856). Foto: Knud Andreassen Baade, Kunsthaus Zürich

«Der Mond ist aufgegangen»: Matthias Claudius’ «Abendlied» kennen, auch wenn sie sonst mit Gedichten nichts am Hut haben, fast alle. Vielleicht als Einschlaflied, einst von Mutter oder Vater halblaut gesungen. Ein Text, der Urvertrauen herstellt: Die Welt erscheint als stille Kammer, als Schutzraum vor allen Gefahren. Und «des Tages Jammer» geht vergessen, sobald der Mond sein so ganz anderes Licht auf die Erde wirft.

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