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Die dämlichste Seeratte der Weltmeere

In unserer Serie «Lässige Sünden» beichten Redaktion Tamedia-Journalisten Kultursünden. Heute: Käpt’n Blaubär und Hein Blöd.

Auf der Alm, da gibts koa Sünd, und im Kinderzimmer auch nicht, dort gibts kein E und kein U, es gilt ästhetisch allein das Gesetz der Faszination. Dem folgt schon seit Jahrzehnten Käpt’n Blaubär, der alte Plüschseebär, von Walter Moers erfunden und seither jeweils mit einer Episode Abschluss und Krönung der «Sendung mit der Maus» im Deutschen Fernsehen – sonntags kurz vor zwölf Uhr Mittag.

Ich weiss nicht, bei wem die Begeisterung grösser war, bei meinen Kindern oder mir, über die haarsträubenden Geschichten, die Blaubär seinen ungläubigen Enkeln erzählte, am Schluss durch einen «Beweis» beglaubigt, so abstrus, dass er schon wieder gut war. Bald gab es die Episoden auch in Buchform, und die verkürzten lange Ferienregennachmittage. Natürlich musste ich beim Vorlesen den typischen Waterkant-Akzent aufsetzen.

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