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Die Hausapotheke gegen den Zynismus

Zadie Smith betrachtet in ihrem neuen Essayband «Freiheiten» unsere Gegenwart, die vom technischen Fortschritt bestimmt ist.

So etwas wie das unverwüstliche warme Herz: Zadie Smith. Foto: Gabriela Herman/»The New York Times»/Redux

So etwas wie das unverwüstliche warme Herz: Zadie Smith. Foto: Gabriela Herman/»The New York Times»/Redux

Aufmerksamkeit und Güte – diese beiden Begriffe kommen einem bei der Lektüre von Zadie Smiths jüngsten Essayband «Freiheiten» immer wieder in den Sinn. Man meint sie im Gesicht der Autorin zu finden, selbst ihre Stimme klingt danach. Zadie Smith ist, seit sie nach dem internationalen Erfolg ihres Debütromans «Zähne zeigen» als Essayistin Profil gewann, so etwas wie das unverwüstliche warme Herz des viel geschmähten Liberalismus: sozial engagiert, ohne einfache Lösungen zu propagieren; international erfolgreich, ohne ihre Herkunft aus kleinen Verhältnissen vergessen zu haben; als Tochter eines Weissen und einer Schwarzen «mixed race» und skeptisch gegenüber jeder Fetischisierung von Identität; passionierte Literatin, aber kein bisschen blasiert.

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