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«Die Kugel und das Opium»

Der Friedenspreisträger Liao Yiwu hat Zeugnisse von einfachen Chinesen gesammelt, die als «Rowdys» ins Gefängnis kamen. Gestern trat er in Zürich auf. Redaktion Tamedia hat die Lesung aufgezeichnet.

In seiner Heimat gefoltert und mit dem Tod bedroht: Der Chinese Liao Yiwu im Kaufleuten.

Liao Yiwu ist der diesjährige Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Der Chinese wurde in seiner Heimat gefoltert und mit dem Tod bedroht, seit kurzem lebt er in Deutschland. Sein neues Buch, eben auf Deutsch erschienen, setzt die Arbeit des Dokumentaristen fort, zu dem Liao Yiwu geworden ist. «Die Kugel und das Opium» besteht aus fünfzehn Gesprächen mit Teilnehmern der Unruhen, die im Spätfrühling 1989 China erschütterten und am 4. Juni blutig niedergeschlagen wurden. Der Titel des Buches verdichtet Liao Yiwus Sicht der neueren chinesischen Geschichte in zwei Begriffen: Mit Kugeln wurde die Demokratiebewegung erledigt, mit dem Opium des Booms wurde das Volk abgelenkt, eingelullt und sein Gedächtnis gelöscht.

Liao Yiwu hat sein Buch gestern im Kaufleuten Zürich vorgestellt. Redaktion Tamedia hat die Lesung live übertragen und aufgezeichnet.

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