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«Ewigen Dilettantismus konnte ich mir schon finanziell nicht leisten»

Christian Saehrendt war Möchtegernkünstler in Berlin, heute ist er Kunsthistoriker – und Schriftsteller: In seinem amüsanten Roman «Die radikale Absenz des Ronny Läpplinger» erzählt der in Thun lebende Deutsche von einer gescheiterten Künstlerexistenz.

«Ich komme aus einer Mittelstandsfamilie, die mit Kunst so gut wie nichts am Hut hat»: Kunstwissenschaftler, Autor und Ex-Künstler Christian Saehrendt (43).
«Ich komme aus einer Mittelstandsfamilie, die mit Kunst so gut wie nichts am Hut hat»: Kunstwissenschaftler, Autor und Ex-Künstler Christian Saehrendt (43).
Christian Pfander

Nein, wie ein typischer Künstler aus Berlin sieht Christian Saehrendt nicht aus. Er trägt weder einen Vollbart noch eine sorgfältig zusammengestellte Obdachlosenkluft, wie sie dort gerade angesagt sein soll. Saehrendt wirkt in seinem Anzug eher dezent. «War auch mal Künstler», stand bei einem Fernsehauftritt einmal ironisch unter dem Namen des 1968 in Kassel geborenen Kunst- und Geschichtswissenschaftlers, der mit «Die radikale Absenz des Ronny Läpplinger» eben seinen ersten Roman vorgelegt hat.

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