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«Eliten äussern sich oft nur mit Herablassung»

Jill Lepore hat erforscht, wie die Amerikanerinnen sich Einfluss erkämpften, als sie noch keine Rechte hatten. Foto: Kayana Szymczak (The New York Times, Redux, Laif)

Frau Lepore, die USA seien so gespalten wie noch nie in ihrer Geschichte, hört man oft seit Trumps Wahl. Stimmt das?

Und der andere?

Was brauchte es, um ­historische Spannungen zu überwinden?

Sie schreiben auch dem Radio eine einende Rolle zu. Denkt man an den Einfluss hetzerischer Radio-Talker, ist das doch überraschend.

«Wenn sich die Eliten heute über einfache Leute äussern, dann oft nur mit Herablassung.»

Heute spalten die Medien eher.

Dieses Gespür fehlt heute?

Die Eroberung des Westens sei in der Geschichte der USA ein stetes Druckventil gewesen, schreiben Sie. Ein Ventil wofür?

Auf Kosten der Ureinwohner und der Mexikaner.

Als ob es ein Naturgesetz gäbe, das besagt, dass alle Frauen Hillary Clinton hätten wählen müssen!

Sie sind die erste Historikerin, die eine komplette Geschichte der USA in einem Band verfasst hat – und Sie räumen den Frauen darin viel Platz ein.

Woran sieht man das?

Wo sehen Sie heute moralische Argumente am Werk?

Moral als politische Waffe ist also eine Erfindung der Frau?

Wie hat Trumps Wahl die Debatte über die politische Rolle der Frauen verändert?

Sie beenden Ihr Buch über 500 Jahre US-Geschichte mit Trumps Wahl. Das war wohl kaum der ursprüngliche Plan.

Wie sehr hat dies den Ton verändert?