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Freunde und Aussenseiter

Der unveröffentlichte Briefwechsel von 1905 bis 1959 dokumentiert die Freundschaft zwischen dem Germanisten Jonas Fränkel und dem Schriftsteller C. A. Loosli.

«Enfant terrible»: C.A. Loosli (1877-1959) in seinem Arbeitszimmer in Bümpliz, ca. 1940.
«Enfant terrible»: C.A. Loosli (1877-1959) in seinem Arbeitszimmer in Bümpliz, ca. 1940.
zvg
«Hergewehter Asiate»: Jonas Fränkel (1879-1965) in seinem Arbeitszimmer in Hünibach, ca. 1950.
«Hergewehter Asiate»: Jonas Fränkel (1879-1965) in seinem Arbeitszimmer in Hünibach, ca. 1950.
zvg
«Ich leben derzeit in solcher Unruhe...»: Brief von Jonas Fränkel an C.A. Loosli am 28. August 1946, «Goethes Geburtstag».
«Ich leben derzeit in solcher Unruhe...»: Brief von Jonas Fränkel an C.A. Loosli am 28. August 1946, «Goethes Geburtstag».
zvg
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«Dürfte man, wie unsere Leithammel wohl möchten, so würdest Du vergast und ich günstigenfalls längst ‹auf der Flucht erschossen› worden sein.» Am 13. Juli 1948 richtet in Bümpliz der 71-jährige C. A. Loosli, gezeichnet von einer Asthmakrankheit und der schier endlosen Finanzmisere, diese Zeilen in düster-elegischer Stimmung an seinen zwei Jahre jüngeren Freund, den Germanisten Jonas Fränkel in Hünibach. Loosli gibt sich überzeugt, dass Fränkel dereinst «rehabilitiert» und die «Nachwelt» feststellen werde, «es habe Dir Deine Zeit und Umwelt niederträchtig mitgespielt und sie um hohe Werte, die Du ihr hättest vererben können, betrogen».

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