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Gequälter Überwinder der elenden Ironie

David Foster Wallace schrieb mit «Infinite Jest» einen Klassiker der Nachkriegsliteratur. Eine lesenswerte Biografie zeigt, wie der amerikanische Schriftsteller zu seinem Meisterwerk getrieben wurde.

Das Kopftuch sollte ihn «vor dem Explodieren schützen»: David Foster Wallace (1962–2008). Foto: Giovanni Giovannetti
Das Kopftuch sollte ihn «vor dem Explodieren schützen»: David Foster Wallace (1962–2008). Foto: Giovanni Giovannetti

«Ergibt das irgendeinen Sinn?», war Foster Wallace’ häufigste Phrase. Er sagte sie zu sich selber, wenn er während Interviews nachdachte und auf einmal merkte, dass er sich verheddert hatte. «Ergibt das irgendeinen Sinn?», fragte er, der sein ganzes Leben an Depressionen gelitten hatte, mit gepresster Stimme. Er griff sich dabei fahrig ans Kopftuch, das «meinen Schädel vor dem Explodieren schützen soll», wie er mal sagte. Er schien die Frage längst vergessen und sich im Existenziellen verloren zu haben – und das ohne geringste Aussicht auf eine beruhigende Antwort.

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