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Heini, Püppi und das Dritte Reich

Lange verschollen geglaubte Privatbriefe des Reichsführers Heinrich Himmler wurden jetzt von der Zeitung «Die Welt» veröffentlicht.

Der SS-Mann von einer ganz anderen Seite: Familienbild mit Heinrich Himmler, seiner Frau Margarete, Tochter Gudrun (Mitte), deren Freundin und Sohn Gerhard (rechts) im Jahr 1935.
Der SS-Mann von einer ganz anderen Seite: Familienbild mit Heinrich Himmler, seiner Frau Margarete, Tochter Gudrun (Mitte), deren Freundin und Sohn Gerhard (rechts) im Jahr 1935.
Keystone
Auf einem Feldausflug in Kiel: Heinrich Himmler auf einer Aufnahme im Mai 1936.
Auf einem Feldausflug in Kiel: Heinrich Himmler auf einer Aufnahme im Mai 1936.
Keystone
Viel lange verschollen geglaubtes Material: Private Dokumente Heinrich Himmlers, die nun von «Die Welt» veröffentlicht wurden.
Viel lange verschollen geglaubtes Material: Private Dokumente Heinrich Himmlers, die nun von «Die Welt» veröffentlicht wurden.
Keystone
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«Aber Bengele, jetzt müssen die ganzen Dummerlegedanken, die du gehabt hast, und die traurigen Guckerchen verschwunden sein» – schreibt Heinrich Himmler 1927 fürsorglich an seine zukünftige Frau Margarete Siegroth. 1927 ist auch das Jahr, wo er zum Stellvertretenden Reichsführer-SS und zum Mitglied des Stabes der Obersten SA-Führung avanciert. Auch später wird der Mann, der für die Ermordung von Millionen von Menschen verantwortlich ist, der Organisator des Holocaust, liebe, von Diminutiven strotzende Briefe an sein «Bengele» und das kleine, 1929 geborene «Püppi» (Tochter Gudrun) schicken. «Ich fahre nach Auschwitz. Küsse, Dein Heini», heisst es da etwa. Und das Töchterchen wird 1941, nach einem Ausflug ins SS-Konzentrationslager nach Dachau ins Tagebuch notieren: «Schön ist’s gewesen.»

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