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Laut denken war verboten

Ein Treffen mit den geistreichsten Köpfen Frankreichs: Philipp Blom feiert in «Böse Philosophen» die «radikale Aufklärung» – und rennt offene Türen ein.

Das Gespräch als Attraktion: Ein literarischer Pariser Salon zu Zeiten der Aufklärung.
Das Gespräch als Attraktion: Ein literarischer Pariser Salon zu Zeiten der Aufklärung.

Auch in einer Mogelpackung kann reizvoller Inhalt stecken. Gemogelt ist in Philipp Bloms «Bösen Philosophen» auch nur das Vorwort, das mehr verspricht, als das Buch hält. Demnach ist das Erbe der «radikalen Aufklärung», das er gewissermassen als geistiger Nachlassverwalter hier präsentiert, systematisch unterdrückt worden. Denker wie Holbach und Diderot, die sich ein Universum ohne einen Schöpfer vorstellen konnten, seien für uns Heutige von grosser Dringlichkeit, denn auch unsere Gehirne seien «theologisch konditioniert»: «Wir sehen die Welt noch immer mit den Augen von Gläubigen, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind.»

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